Archive for August 2009

Einkommen plus 6% – alles nur halb so schlimm?

August 31, 2009

SWITZERLAND/Mit viel Getöse haben sich am Samstag 10 000 Bauern zum Aufstand in Sempach versammelt. Dort beklagte man den fortschreitenden Niedergang der Schweizer Landwirtschaft und malte schwärzer als schwarz bezüglich der Zukunft des Bauernstands. Nur zwei Tage später präsentiert der Bund die neuesten Einkommenszahlen der eidgenössischen Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon. Im Jahr 2008 hat das Einkommen pro landwirtschaftliche Familienarbeitskraft um 5,7 Prozent zugenommen, ein Wert von dem der durchschnittliche Büetzer nur träumen kann. Stattlich fiel mit 4,9 Prozent auch die Einkommenssteigerung pro Betrieb aus. Alles halb so schlimm, also? Unbestritten ist, dass es die Bauern beim Beklagen der eigenen Existenzprobleme zur Meisterschaft gebracht haben. Dabei hilft die überdimensionierte Vertretung im Parlament (der Anteil der Bauern an der Bevölkerung ist bei 3 Prozent, im National- und Ständerat sitzen aber über 10 Prozent landwirtschaftliche Abgeordnete). Es hilft aber auch die Bereitschaft der Medien, auf bäuerliche Proteste mit grossflächiger Berichterstattung zu reagieren, das hat sich gerade im Nachgang zu “Sempach” wieder schön gezeigt. Die guten Zahlen müssen aber der Gerechtigkeit halber in zwei, drei Punkten auch relativiert werden. Die Preise für Milch und Schweine, die massgeblich zum positiven Ergebnis beigetragen haben, sind heuer stark rückläufig, im Falle der Milch sogar eingebrochen. Zudem sind die Einkommen im Vergleich mit denjenigen der durchschnittlichen Angestellten immer noch tiefer, wie der Bauernverband heute betont. Allerdings hat der durchschnittliche Angestellte meistens kein Land, keine schöne Aussicht, weniger Freiheit im Tagesprogramm und kaum Selbstversorgungs-Möglichkeiten. (Bild Reuters / Christian Hartmann)

Grosse Events: Beef, Gras und Sempach revisited

August 28, 2009

Nebelkuh in Bad Reichenhall

Grosse Ereignisse werfen ihren Schatten voraus. Damit ist nicht der Herbst gemeint, wie man angesichts des Bildes meinen könnte. Die schönen Nebelkuhfotos habe ich von einer Leserin aus Deutschland erhalten (danke Suse!) und sie zeigen Rindvieh im bayrischen Bad Reichenhall. Obwohl die Nebelkühe keinen direkten Zusammenhang haben mit den Events, die hier im Mittelpunkt stehen, sind sie bestens geeignet zu deren Illustration. Zuerst wäre da mal die Beef 09. Dabei handelt es sich um das grosse Stelldichein der Mutterkuhhalter, das höchstens alle zwei Jahre stattfindet. An diesem Wochenende ist es wieder soweit, auf dem Ballenberg. Ein Must für jeden (Mutter-)Kuhfreund. Nicht vergessen sollte man auch die Gras 09. Das ist nicht ein Kiffer-Festival, sondern das Fest zum 75-Jahr-Jubiläum der Arbeitsgemeinschaft für die Förderung des Futterbaus. Es findet am ersten Septemberwochenende in Oensingen statt und auf dem Programm stehen unter anderem Vorträge (“Die besonderen Leistungen von Klee-Grasmischungen”) aber auch die Schweizer Zaunbaumeisterschaft. In Sempach schliesslich treffen sich die Bauern morgen, 623 Jahre nach der Schlacht, zum kämpferischen Beisammensein unter der Ägide der SVP. Themen sind der Milchpreis und der Freihandel. Die Ziele sind etwas nebulös. Kritische Bauern vermuten, dass sie hier von der Partei instrumentalisiert werden sollen. Nähe zur Scholle ist politisch immer noch ein Erfolgsrezept. Diese Nähe markieren auch wir, mit einem weiteren Bild von zwei schönen bayrischen Kühen. 

Nebelkühe in Bad Reichenhall

Stadtbäume im Stress – was soll man für sie tun?

August 26, 2009

Kranke KastanieHeute befasse ich mich einmal mit dem eigenen Hof, leider ist es kein Bauernhof, sondern nur ein Innenhof, aber immerhin grün ist er. Dort steht direkt vor dem Schlafzimmerfenster eine Kastanie, die einem die Illusion gibt, man lebe im Grünen, zumindest im Sommer. Krankes BlattNun ist diese grüne Pracht aber seit einigen Jahren arg getrübt. Ab Mitte Juli beginnen sich die Blätter braun zu verfärben und fallen schnell ab. Der Grund ist ein harmlos aussehender kleiner Schmetterling namens Miniermotte. Das Insekt breitet sich schnell aus, da ihm die natürlichen Feinde fehlen, mit Ausnahme vielleicht der Meisen. Und das ist gleichzeitig das einzig positive am ganzen. Akrobatisch turnen die Vögel im Baum herum und fressen gierig die Larven: Ein ornithologisches Spektakel sondergleichen (siehe Bild unten). “Meine” Kastanien sind üCameraria ohridellabrigens nicht die einzigen mit dem Mottenproblem. In der ganzen Stadt gibt es kaum noch eine Rosskastanie, die nicht davon gezeichnet wäre. Was tun? Soll man auf Zierbäumen mit Pestiziden einfahren? Das schiene mir problematisch, denn die Bäume sind gross und eine Behandlung würde auch die umliegenden Liegenschaften in Mitleidenschaft ziehen, was in der Stadt auf Widerstand stossen würde, selbst wenn das Mittel die menschliche Gesundheit nicht gefährdet. Deshalb wird uns wohl nichts anderes übrig bleiben als die Herbststimmung im August zu ertragen. Dasselbe gilt übrigens für den Zustand vieler Zürcher Linden. Dort ist aber nicht ein Schädling der Grund, sondern der Stress durch Luftbelastung und Streusalz-haltiges Wasser. Dagegen ist noch weniger Linderung in Sicht. 

Meise am Fressen

Bauer, ledig, sucht… und macht TV-Sender gross

August 24, 2009

Traurige Kuh

Dieses Inserat in der Gratispresse entging mir natürlich nicht. Bis ich es begriffen habe, hat es allerdings eine Weile gedauert. Kuh mit Koffern und gebrochenem Herzen an der Busstation? Ich vermute, dass sie abreisen will, weil der Chef jetzt nicht mehr voll auf die Herde konzentriert ist. Na ja, sei dem wie es wolle, schön ist das Bild und die Landschaft (Emmental?) auf jeden Fall. Darum soll es hier aber nicht gehen, sondern um die TV-Sendung, für die das Inserat wirbt. “Bauer, ledig, sucht…”, die Kupplungsshow für unverheiratete Landmänner, war in der ersten beiden Staffeln im vergangenen Jahr derart erfolgreich, dass sich der vorher dümpelnde Sender 3+ etablieren konnte und heute ein überlebenssicherndes Zuschauervolumen generieren kann.  Zudem wurde das Unternehmen mit dem Swiss Economic Award für Jungunternehmer ausgzeichnet. Das zeigt wieder einmal, wie quotenträchtig die Landwirtschaft ist. Das gilt einerseits für Tiere; kaum etwas geht über das Jö-Erlebnis beim betrachten eines Jungtiers auf dem Hof. Das gilt aber andererseits auch für die amourösen Bedürfnisse von einsamen Landwirten. So etwas würde mit anderen Branchen kaum funktionieren. Oder würde irgendjemand eine Sendung “Sanitärinstallateur ledig sucht” schauen wollen? Wer sich die bäuerliche Balzshow ansehen will: Am Donnerstag um 20 Uhr 15 folgt die nächste Episode.

Le loup est mort (au Valais) – vive le loup

August 22, 2009

Müder WolfDiese Woche war es wieder einmal so weit. Im Wallis wurde ein Wolf abgeschossen. Er hatte ein paar Schafe zuviel gerissen und musste deshalb dran glauben. Das ist hierzulande unterdessen business as usual. Man lässt ihn ein bisschen leben, den Wolf, aber sobald er seiner angestammten Tätigkeit nachgeht, muss er gehn. Diese Politik ist inkonsequent. Entweder man entscheidet sich, wir dulden wieder Wölfe in der Schweiz und nehmen die Auswirkungen in Kauf oder dann beschliesst man, dass der Wolf in der dicht besiedelten Alpenrepublik keinen Platz hat. Wölfe sind wie Bären nicht einfach der Zuckerguss für die Wildtierstatistik, sondern Raubtiere, die Schafe reissen, wenn man sie lässt. Genau hier liegt das Problem. Es gibt immer noch zuviele Schafhalter, die das Gefühl haben, man könne die Tiere wochenlang unbeaufsichtigt sich selber überlassen. Dass diese Leute vom Bund dann noch entschädigt werden, wenn ihre unbehüteten Tiere dem Wolf zum Opfer fallen, ist völlig daneben. Wenn einer ohne Helm auf dem Töff erwischt wird, erhält er auch keinen Obulus aus der Staatskasse, im Gegenteil. Langsam scheint sich jetzt etwas zu tun. Laut Tages-Anzeiger haben im Val d’Illiez, wo der Wolf geschossen wurde, 9 von 17 Schafalpen auf Herdenschutzhunde der Rasse Patou umgestellt (Bild unten). Diese bewachen die Tiere ohne menschliche Begleitung. Hirten im Hundepelz, quasi. Vive le loup.  (Bilder fullmoons.ch; Ariège-Photos)

Dem Mostbröckli droht Bündnerfleisch-Schicksal

August 20, 2009

Mostbröckli vor MatterhornDas Appenzeller Mostbröckli ist eine feste Grösse auf dem Trockenfleisch-Buffet. Hier sieht man es grad vor der Salami unterhalb des Matterhorns. Wie ich aus der Fachpresse entnehme, soll es nach dem Willen der Appenzeller Metzger nun bald auch aus ausländischem Fleisch stammen dürfen. Ein Hohn, auch wenn es mit dem Bündner Fleisch bereits einen traurigen Präzendenzfall gibt. Umtriebige Bündnermetzger führen den Konsumenten seit Jahren hinters Licht, indem sie südamerikanisches Rindfleisch trocknen und dann zu horrenden Preisen als Bündnerfleisch (links vom Mostbröckli) verkaufen. Dass dies im Zeitalter von Swissness in aller Munde noch möglich ist, erstaunt mich immer wieder. Deshalb will ich an dieser Stelle etwas Werbung machen für einen Anlass, bei dem echte Regionalprodukte zum Zug kommen. Die Genuss 09 ist eine Veranstaltungsreihe von “Das Beste aus der Region”. Dies ist ein Zusammenschluss von Regionalmarketing-Plattformen wie Ämmitaler Ruschtig, Echt Entlebuch und Natürlich Nidwalden. Bis 6. September führen die Regionalvermarkter zahlreiche Veranstaltungen durch, bei denen die Regionalprodukte im Vordergrund stehen, vom Röstiplausch bis zum Grasskirennen mit Regionalprodukte-Verpflegung. Eine schöne Gelegenheit für ein Reisli in unbekanntes Gebiet, liebe Zürcher und Ostschweizer, garantiert ohne Pseudo-Bündnerfleisch. Das Programm gibt es hier. (Bild www.swiss-meat.com)

Von der Schönheit und Gefahr des Bauerns

August 18, 2009

Spiegelnde KüheZugegeben, ich suche seit einigen Tagen nach einer günstigen Gelegenheit, um dieses Profi-Bild zu veröffentlichen. Es ist für einen Kuhfreund einfach zu schön, um im Archiv zu verstauben. Jetzt packe ich die Gelegenheit beim Schopf, es gibt gleich mehrere Anlässe, den Helgen endlich ins Netz zu stellen. Erstens finde ich das Bild ideal für eine virtuelle Abkühlung an einem weiteren heissen Tag. Zweitens illustriert es idealtypisch zwei Erkenntnisse, die dieser Tage in Artikeln wieder einmal in Erinnerung gerufen worden sind. Die erste stammt aus einer Studie des Seco und besagt, dass die Bauern die glücklichsten Berufsleute sind, lustigerweise gemeinsam mit den Lehreren, obschon die Landwirte im Schnitt zirka 12 Wochen weniger Ferien haben dürften… Der zweite Artikel wirft ein Schlaglicht auf die Gefahren des Arbeitslebens zwischen schweren Maschinen, tiefen Güllelöchern und steilen Hängen. Laut der Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft BUL ist die grüne Branche nach Forstwirtschaft, Bauwesen und Gartenbau die viertgefährlichste. Was dies mit dem Bild zu tun hat? Die Alp, von wo das Bild stammt, ist wohl etwas vom schönsten für ein Rind. Bevor es in den harten Milch-Produktionsalltag eintaucht, kann es einen Sommer lang unbeschwert weiden mit Aussicht. Unbeschwert? Nicht ganz, immer wieder stürzen Rinder in Wasserschächte oder über Felswände hinaus. So gefährlich wie auf der Alp wird es für das Vieh erst wieder im Schlachthof. (Bild Keystone/Arno Balzarini)

Cool Farming am heissen Tag der offenen Stalltür

August 16, 2009

Cool FarmingDas Forschungsinstitut für biologischen Landbau in Frick feiert heuer sein 35-jähriges Bestehen. Herzliche Gratulation. Am Tag der offenen Tür informierten die Öko-Forscher unter anderem – sehr passend zum heutigen Hitzetag - über ihre Bemühungen für sogenanntes Cool Farming. Damit umschreibt man alle Massnahmen zugunsten einer klimafreundlichen Landwirtschaft. Diese trägt ja massgeblich zum Klimawandel bei. Laut einer Studie von Greenpeace vom letzten Jahr stösst der Primärsektor bis zu einem Drittel aller Treibhausgase aus. Problematisch sind namentlich das CO2 (aus der Düngerproduktion), das Methan (aus der Verdauung der Wiederkäuer) und das Lachgas (aus der Stickstoff-Düngung). Mit schonender Bodenbearbeitung, alternativen Düngungsmethoden sowie optimierten Acker- und Gemüsebauverfahren wollen die Forscher dem Wurzel an die Übel. Ein konkretes Beispiel für Cool Farming gibts gleich nebenan: Die selbstregulierende, nachhaltige Apfelanlage. Mit Hecken zum Anziehen von Nützlingen, resistenten Sorten, weiten Pflanzabständen, Gründüngung, Abdeckung der Anlagen mit Netzen und anderen Massnahmen versucht man möglichst schöne Äpfel mit möglichst wenig Input zu produzieren. Dabei wird entgegen den landläufigen Biolandbau-Klischees auch das Lustprinzip nicht vernachlässigt. Mitten in der Anlage steht eine sogenannte essbare Hecke mit Beeren, Früchten und Nüssen.

Nachhaltige Äpfel

Zahmer Lobbyist im selbst verschuldeten Offside

August 14, 2009

Hansjörg WalterBauernverbandspräsident Hansjörg Walter gibt gerne den elder statesman. Seit seinem Verzicht auf die Wahl in den Bundesrat hat er in der nationalen Politik an Profil gewonnen und gilt gemeinhin als Mann mit Augenmass, der zugunsten des Allgemeinwohls auf eigene Profilierung verzichtet. Als dann kürzlich das Interims-Präsidium der neuen Branchenorganisation Milch (BOM) zu besetzen war, warf sich der Thurgauer sofort in die Bresche. Dabei hat er wohl übersehen, dass er sich damit als Bauernlobbyist aus dem Spiel nimmt. Man kann nämlich nicht gleichzeitig den Vermittler geben und für die Interessen einer der Konfliktparteien kämpfen. Diese Tatsache muss Walter nun ein erstes Mal schmerzhaft zur Kenntnis nehmen. Die Milchpreise sind trotz BOM wie erwartet weiter in freiem Fall und in der Basis gärt es. Dies machen sich Walters SVP und die bäuerliche Opposition zu Nutzen. SVP-Präsident Toni Brunner ist kürzlich gemeinsam mit den Parteikollegen Ernst Schibli und Josef Kunz (Bäuerliches Zentrum) sowie Martin Haab von Big-M vor die Medien getreten und hat symbolträchtig zum Bauernaufstand Ende August in Sempach aufgerufen. Derweil muss Walter den Mund halten, weil er als BOM-Präsident nicht Partei ergreifen darf. Offenbar hat sich der Schlichter nicht nur an der bäuerlichen Front, sondern auch innerhalb der eigenen Partei ins selbst verschuldete Offside manöveriert. (Bild www.hansjoerg-walter.ch)

Das Siloballen-Dilemma: Wirtschaftlich aber wüst

August 12, 2009

SiloballenKleines und sehr lohnenswertes Ausflügli ins Val de Travers. Das dünn besiedelte Tälchen hinter dem ersten Jura-Wulst am Neuenburgersee bietet viele Attraktionen, zum Beispiel den Creux-du-Van, viele nennen ihn den Grand Canyon der Schweiz, die Gorge de l’Areuse und die Mines d’Asphalte, in denen man bei kühlen 8 Grad die Sommerhitze kurz verlassen kann. Was mir hier in dieser fast unversehrten Landschaft fast als einziges negativ auffällt, sind die Siloballen-Türme, -Haufen und -Striche. Die wilde Ablagerung im Grünen ist eine der unschönen Erscheinungen moderner Landwirtschaft. Ich weiss natürlich um die wirtschaftlichen und arbeitstechnischen Vorteile dieser Siliermethode und um die Lagerprobleme auf den ohnehin mit zuviel Ware überstellten Höfe, aber für das Auge sind die Ballen eine Frechheit. Daran ändert sich übrigens auch gar nichts, wenn die Folie in bleichem Grün gewählt wird, wie das heute oft der Fall ist. Was gibt es an Alternativen? Die blauen und grünen Türme sind auch nicht grad eine Pracht und sehr teuer. Optisch am besten schneidet in meinen Augen der Fahrsilo ab, der sich relativ harmonisch ins Gelände einfügen kann, allerdings muss dafür wieder wertvoller Boden versiegelt werden. Das Dilemma ist also komplett. Dafür hat sich für mich im viehwirtschaftlichen Bereich eine andere Erkenntnis ergeben. Die braunen Kühe, die unser netter Gastgeber in Travers hält, sind nicht etwa Limousin, wie ich zuerst meinte, sondern braune Angus. Diese heissen, so liess ich mich belehren, Aberdeen Angus, während man die Schwarzen nur Angus nenne. Was das weisse Rind hinten angeht, bin ich im übrigen bezüglich Rasse(-nmischung) ahnungslos.

(Aberdeen) Angus


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