Besuch bei alten Freunden auf ihrem Biohof im Baselländischen. Sie feiern das 10-jährige ihrer Bewirtschaftung. Das Fest ist toll, aber leider regnet es ein bisschen dauerhaft. Dank einem spektakulären von Weiden abgestützten Verdeck und der Freude der vielen anwesenden Bauern, dass es endlich regnet, ist die Stimmung trotzdem sonnig, das Essen fein, das Kabarett lustig, das Tschuttimättschli (siehe unten) animiert und die Musik zum Mitsingen schön.
In den Gesprächen dreht sich naturgemäss vieles um (Bio-)Landwirtschaft. Was mich immer beeindruckt ist, mit welcher sorgsamen Ernsthaftigkeit die BewirtschafterInnen ihre Betriebe analysieren, hinterfragen und Entschlüsse abwägen. Macht es Sinn, Beerensträucher und Fruchtbäume zwecks Reduktion des Spritzmittelbedarfs zuzudecken, obwohl der Input an Material und Energie enorm ist? Hat die Schafhaltung noch Zukunft, obschon die Tiere gegen alle Entwurmungsmittel mehr oder weniger resistent sind? Wie stark darf ein Rindli in einem Laufstall mit behornten Tieren von seinen ranghöheren Artgenossinnen geplagt werden? Das waren nur einige der Themen, die zur Sprache kamen, daneben gab es mehr als genug Platz für Geselligkeit abseits von Scholle und Stall. Ein schöner Kontrast zum Stadtleben.
