Bäuerin sein ist in Afrika kein Zuckerschlecken. Das ist nichts Neues, aber die jüngste Ausgabe der “Voix du paysan congolais” zeigt dies wieder einmal drastisch. Im Nachgang zum internationalen Tag der Frau am vergangenen 8. März, der inhaltlich auf den Kampf gegen Gewalt an Frauen fokussierte, widmet das Blatt der Situation der Landfrauen in der Demokratischen Republik Kongo (RDC) ein ausführliches Dossier (Seiten 10 bis 13). Mehrere Frauen aus ländlichen NGOs kommen zu Wort und ziehen in nüchternen Aufzählungen, die fast vollumfänglich übereinstimmen eine verheerende Bilanz über die mannigfaltigen Formen der Gewalt, denen die Bäuerinnen, die wie überall in Afrika den grössten Teil der Nahrungsmittel produzieren, ausgesetzt sind. Hier eine kleine Zusammenfassung:
- Körperliche Gewalt: Diese fängt an mit der Feldarbeit. Wegen fehlender Mechanisierung und Infrastruktur verrichten die Frauen schwere körperliche Arbeit, tragen schwere Lasten und legen damit grosse Distanzen zu Fuss zurück.
- Häusliche Gewalt: Nach der Feldarbeit wartet der Haushalt, wo die gesamte Arbeitslast inklusive Kinderbetreuung auf den Schultern der Frauen lastet. Der Mann ist in der patriarchalischen Familienstruktur der absolute Herrscher und verlangt freie sexuelle Verfügbarkeit der Frau nach dem 14-Stunden Arbeitstag und bei Bedarf mitten drin. Prügelstrafen “zur Erziehung der widerspenstigen Frau”, wie es eine der Autorinnen formuliert und für die Kinder sind an der Tagesordnung und sorgen in vielen Haushalten für ein Klima der permanenten Angst. Stirbt der Tyrann, ist die Frau gehalten, einen der Brüder des Mannes zu heiraten.
- Sexuelle Gewalt: Die RDC ist namentlich im Osten des Landes seit zwei Jahrzehnten von kriegerischen Konflikten geprägt. Die Frauen auf den Feldern sind für marodierende Soldaten und Rebellen Freiwild, Vergewaltigungen sind an der Tagesordnung. In gewissen Regionen sind über 90 Prozent der Frauen mindestens einmal vergewaltigt worden. Diese Situation beschränkt sich nicht aufs Kriegsgebiet im Kivu. Eine Frau schildert, wie sie unweit der Hauptstadt Kinshasa knapp einer Vergewaltigung durch einen Militärpolizisten entgeht und dieser dank verzweifelten Hilferufen schliesslich verhaftet wird. Zwei Tage später begegnet sie demselben “Monsieur”, der auf freiem Fuss seinen Geschäften nachgeht.
- Wirtschaftliche Gewalt: Frauen fehlt die landwirtschaftliche Macht, weil sie kaum je Besitzerinnen des Landes sind, das sie bebauen. Innerhalb der Familien wird in der männlichen Linie vererbt. Das auf Märkten hart verdiente Geld wird von den Männern oft entwendet und ausserfamiliär verprasst. Ausserhalb der Familienstrukturen wird Land nach Belieben enteignet oder beschlagnahmt, oft durch Behördenvertreter, die - wiederum durch Gewalt aller Art - schlecht oder nicht legitimierte Besitzansprüche erheben.
- Politische Gewalt: Frauen sind in politischen Gremien, auch landwirtschaftlichen, notorisch schlecht vertreten, obwohl sie als Produzentinnen um Welten wichtiger sind als die Männer. Ihre Rechte, dort wo sie festgeschrieben sind, vermag der schwache Staat nicht durchzusetzen, seien es die elementaren Menschenrechte oder diejenigen auf Besitzstandswahrung.
- Psychische Gewalt: Die Landfrauen sind insgesamt faktisch rechtlos, auf Grund von Angst und mangelndem Wissen verzichten sie in 99,97 Prozent der Übergriffe auf eine Anzeige ihrer Peiniger, wie Justin Kakesa in einem Interview in der “Voix” (siehe Seite 11 im Blatt) vorrechnet. Die Straflosigkeit mit der die Gewalt an Frauen und Kindern (Schwangerschaften und Vergewaltigungen von Minderjährigen sind ein weiteres grosses Problem) bestärkt die Männer in ihrem selbstherrlichen und gewalttätigen Verhalten und sorgt für eine Einschüchterung der Frauen.
Alles schlecht also? Es ist ein deprimierendes Bild, das hier gezeichnet wird. Dass es in einer Landwirtschaftszeitung derart schonungslos ausgebreitet wird, dürfte kurz- bis mittelfristig nicht viel ändern an der Lage der Landfrauen. Aber möglicherweise trägt das zur Bewusstseinsbildung auch bei den Männern bei. Der Weg zur Gleichberechtigung scheint aber unendlich lang. Ich kann diesen Frauen nur viel Kraft wünschen.
Und was können wir hier machen? Spenden für NGOs, die sich in bäuerlichen Genderfragen engagieren sind sicher nicht die dümmste Art, auf die prekäre Situation zu reagieren. Oder der Kauf von Produkten aus Initiativen, in denen Frauen gestärkt werden. Oder mal eine Reise nach Afrika statt zum 7. mal in die Toscana? Es muss nicht gerade RDC sein. Märkte besuchen, mit Bäuerinnen reden und die Hitze spüren, in der sie arbeiten, Früchte kaufen, Interesse zeigen, ich kanns nur empfehlen. (Bild “La voix du paysan congolais”)











When I was in North Korea a month ago, it was not so easy to make pictures at all times. The national members of the delegations I used to travel around with were rather reluctant, when I asked them to stop for a cow grazing, an ox pulling or a tractor standing around. Thats why I did a lot of drive-by shooting with my cam, with some effects on the quality of the pics, but they still give an impression.
Rice is the fuel of North Korean food system. It is strictly cultivated and traded under state control, while there’s a little more liberty for other agricultural products, that are allowed to be sold on farmers markets, taking place usually and at least every 1st, 11th and 21th of the months in a lot of places countrywide. The rice is planted, harvested, bound to sheaves and threshed in practically 100 percent manual work. Transport to the farm is sometimes provided for by the typical seventies Chollima-tractor, a domestic 28 horsepower engine, 2 wheel drive only, but never minding the low quality diesel prevalent in the country.
Most of the transport though, is done with oxen, be it on the countryside…
…or be it in bigger places, like this one that I passed on the train-ride from Pyongyang to Beijing. In the capital though, there is hardly any oxen-pulled-mobility…
…but a growing number of cars, and quite unusual and much discussed among expats and North Koreans alike: an advertisement for the domestic brand.
A very typical sight in all the places I was, even the less rural ones: Chinese cabbage everywhere. In those early november days, the country was brownish dry, except for the widespread green patches in coop-farms and private kitchen gardens. The cabbage togheter with the white raddish are the basics for the treasured national speciality Kimchi, that is fermented and conserved in large clay vases, that the North Koreans keep dug in their garden or on their balconys. Kimchi is the only source of vegs and vitamins during winter time for a big part of the population. That’s why it’s so crucial to plant any tiny or bigger spot available.
Besides the above mentioned farmer markets, quite a lot of North Koreans now sell some of their privately produced or traded-in products (often with barter) in the quite widely spread road-side make-shift-shops. You find them on the countryside as well as in downtown Pyongyang, where one night I saw women selling all kind of homemade stuff, eg. tofu or Kimchi, and fruit at night, crouching on the sidewalks with their pocketlamps lighting up the scene. On the Tongil-Market in Pyongyang and at all the other selling points, it was exclusively women selling.















