Archive for the ‘Kuhbild der Woche’ Category

Scotland (2): I bet it’s a No. And why it’s good

September 18, 2014

AngusThe polls are closed, the decision is approaching: Is Scotland staying or going away from the UK? In a few hours we’ll know about the verdict. So, it’s about time for a last qualified and legal bet. I bet hereby that it’s gonna be a No: 52.7 to 47.3 percent or somewhere around that. If I loose, I will blog daily next week and put up with a reason day by day why it’s ok to be independent for the Scots and their farm sector. You may call me opportunistic, but no, if it’s a Yes, all that remains (after the celebrations and mournings of course) will be to get up/come down and keep going.

Alex SalmondAnyway, meanwhile let me line up a few reasons, why it’s good that that it will be a No for scottish agriculture. To put it straight beforehand, I understand every Scotswoman and -man who prefers to be governed by an outspoken and witty guy like Alex Salmond instead of a public school boy like David Cameron. But unfortunately, a swallow doesn’t make spring, as we say in Switzerland. The lonely Salmond won’t save the whole Loch. He’s a great promise and talks the blue down from the sky (as far as there is any in Scotland). Still, he hasn’t got a clue about the consequences of Independece yet. When he talked to us a fortnight ago at the congress of the IFAJ in Aberdeen, he wasn’t able to make any clear statement about how a Yes would influence the future of his country very probably not to be.

He complained about the very low contributions the Scottish farmers are receiving from the EU honeypots (see the article of my colleague Jonas Ingold on Swiss agpress agency LID). That may be true, but I’m pretty sure that an independent Scotland will mean a lot of insecurity to the farmers whether at all they will get any money from Brussel in the next few years. And it’s always better to have the sparrow in your hand than the beautiful white dove on the roof, to use another Swiss saying.

Landscape to die forAnother thing I don’t understand from an agrocommercial point of view is why the Scots should build a frontier towards their most important market. In a world or at least a Europe where pulling down the borders has caused a few problems but has mainly prevented this agitated continent from more wars and bloodshed, I think it’s quite stupid to build toll stations and create free trade barriers. Notably because the Scots have a lot of excellent products to offer, eg Whisky, Salmon and Landscape to die for and some of the most excellent cattle (the Aberdeen Angus bull above for example) and sheep in the world to just mention the tip of the iceberg. And look (below) what they have made out of our Simmentals (the two bulls to the right) and you know immediately, what they are able to achieve.

This doesn’t mean that I think the whole idea of the Independence Referendum is wrong. I think Mr. Salmond and his pals are quite clever. They knew from the beginning, that it will be a No, but a tight one. And that bottom line, there will be an even higher level of independence within the UK once the whole thing is over. I would even go so far to say that the Salmonds are happier about a tight No than a tight Yes. But who knows, maybe I’m totyally wrong and will have to blog again tomorrow…
Simmental bulls

Gute Ernte: Sommerkühe aus UK, CH, Tansania

August 30, 2014

Sommerkühe Helen

Liebe Leute haben mir viele schöne Kuhbilder geschickt in den letzten Wochen: zB. ölmalerisch pittoresk aus Cornwall …

OLYMPUS DIGITAL CAMERA… spektakulär perspektivisch aus dem Berner Oberland …

????????… kontemplativ weitsichtig aus dem Alpstein und …

Sommerkühe Susanna Tansania Saadani Nationalpark… exotisch bemutternd aus Tansania.
Danke Euch allen! (Bilder: Helen James, Monika Reize, Monika Schlatter, Susanna Müller)

Die Kälber sind die neuen Hähne

Juli 20, 2014

Schwarzbuntes Closeup2Diese hübschen Close-ups von meiner treusten Kuhbildlieferantin laden geradezu ein zu etwas Schleichwerbung. Seit gut einem Jahr schreibe ich jetzt beim bioaktuell, dem Leader im Bioagrarmedienmarkt, der zugegebenermassen klein ist.

Mein letzter Artikel (das ganze Heft 6/14 findet sich bald hier) handelte von den Kälbern aus der Biomilchproduktion, die zu rund zwei Dritteln im konventionellen Kanal vermarktet werden. Warum ist das so? Der Hauptgrund: die Nachzucht der modernen Milchrassen – und hier kommen wir jetzt zu den Schwarzbunten – ist für extensive Mast, wie sie für Bio obligatorisch ist, unbrauchbar. Sie werden ohne massiven Milchpulverinput, wie er in konventioneller Kälbermast üblich und bei Bio verboten ist, schlicht nicht fleischig genug.

So weit wie in Neuseeland, wo solche für die Milchnachzucht nicht benötigten Kälber reihenweise und amtlich bewilligt direkt nach der Geburt getötet werden (hier ein interessanter Blogbeitrag eines Kollegen) sind wir in der Schweiz noch nicht. Eine Schwarzziffer gibt es, aber es ist sicher noch keine grosse Zahl von Kälbern.

Trotzdem zeigt das Phänomen der verschmähten Biokälber, dass die moderne Milchproduktion in diesem Punkt alles andere als nachhaltig ist. Das gilt auch für die konventionelle Mast von Milchtypen, die dafür nicht geeignet sind, da sie sehr hohen Futterinput benötigen. Wenn man nicht in die gleiche Bredouille geraten will, wie die Eierproduzenten mit den getöteten Eintages-Hähnen, sollte die Branche umgehend fleischbetontere Milchstiere einsetzen, damit würde man etwas Milch verlieren, könnte aber gleichzeitig ein potenzielles Reputationsrisiko entschärfen. (Bilder Monika Schlatter, besten Dank!)
Schwarzbuntes Closeup

Gast 2: Blumige Formationen am Flügespitz

Juli 3, 2014

Guschti zu viert kleinHeute ein Stammgast, bzw – gästin. Monika Schlatter ist zum Glück wieder zu Fuss auf dem Land unterwegs und hat mir ein paar hübsche Rinderbilder geschickt.
Guschti zu dritt“Nun doch endlich wieder einmal ein paar Kuhbilder – von meiner Rundwanderung in der Gegend um Amden am vergangenen Donnerstag”, schreibt Monika, “die beigefügten Fotos habe ich unterhalb des Flügespitz aufgenommen. Wenigstens eine hatte Hörner…..mit gutem Zureden bewegte sich diese weg vom Weg, so dass ich passieren konnte…” Wie immer herzlichen Dank, Monika!
Guschti allein

Gast 1: Gutalpenländisches Rammeln in Cuzco

Juni 29, 2014

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Wenn einem die Musse zum bloggen fehlt, ist es schön wenn man auf freie Mitarbeiter wie meinen guten alten Kollegen Alois Feusi zurückgreifen kann, der nicht nur super schreiben, sondern aut top bekuhbildern kann:
“Lieber Adi.
Ich habe wieder einmal Glück im Leben und darf noch einmal aus Peru berichten. Die verbreitetste Vieh-Rasse in Cuzco und auf dem Altiplano ist die Swiss Brown (oder heisst es Brown Swiss?), vor Jahrzehnten von Schweizer Entwicklungshelfern zwecks Milch- und Käseproduktion bei den Campesinos eingeführt und mittlerweile im gleichfalls stotzigen Land der Inka heimisch geworden:
Schweizer Stierengrinde auf 3500 Metern Höhe bei Maras in der Region Cuzco. Der Drang zu gut alpenländischem Rammeln zwischen jungen Männchen liegt offenbar in den Genen dieser beiden Vertreter der Rasse Swiss Brown und bricht sich auch in dünner Luft und auf staubigen Weiden seine Bahn.
Und dann habe ich hier noch eine kleine Ergänzung aus dem Mercado San Pedro in Cuzco: Wenn die jungen Stiere ihren letzten Kampf verloren haben, enden ihre Innereinen und andere in der Schweiz nicht so gefragte Teile in Peru nicht als Hundefutter oder Futtermehl, sondern sie dienen dem menschlichen Verzehr. Das zeugt nicht nur von der Armut, in der die Leute hier leben, sondern durchaus auch von einer gewissen Ehrfurcht gegenüber den geschlachteten Tieren. Hier werden Nutztiere nicht zu Abfall.
Herzlich.
Alois”
Merci viel mal lieber Lois! ( Bilder Alois Feusi)

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Letzte Tage: Abdrücken für knipsende Kühe

Juni 13, 2014

Cowcam2Kennen Sie Cowcam? Blog-Leserinnen mit gutem Erinnerungsvermögen erinnern sich vielleicht an diesen Beitrag im November 2010 namens “Kuhbilder der Woche – geschossen von Kühen“. Unterdessen ist unfreiwillige aber umso interessantere fotographische Schaffenskraft der Kühe im ganzen Land ungebrochen, wie man auf der Website des Projekts unschwer feststellen kann.

Höchste Zeit also, die Bilder in einem Buch zu bündeln. Das ist heute schon fast ein Luxus geworden, deshalb braucht es dafür Geld. Auch für die vom Internet und E-Büchern an die Wand gedrückten gedruckten Projekte – kleine IroniE – läuft die Sammlung heute übers Internet, mit sogenanntem Crowdsourcing, wofür es natürlich auch schon entsprechende Plattformen gibt, zum Beispiel hier, wo Cowcam-Gründer Christoph Sigrist und sein Kollege Dänu von Rüti jetzt noch bis am 20. Juni sammeln für diesen Fotoband, ergänzt um Gespräche mit Bauern und Bäuerinnen.

Ich kann Ihnen, liebes Leserinnen und Leser diese Kollekte warm empfehlen. Selbstverständlich wird nach Erscheinen des Buchs ein Exemplar verlost. Ich bin gespannt. (Bild: cowcam.ch)

Neue Talente(2): Martins Simmentaler im Bach

Mai 21, 2014

Simmentaler saufendVor einer wahrscheinlich nicht überlangen Kuhpause hier noch einmal ein neues Talent: Martin aus Unterseen hat mir ein paar schöne Simmentaler zugestellt: “Heute war ich mit dem Velo im Lauterbrunnenental unterwegs. Im Stechelberg habe ich mich an den weidenden, aus dem Mürrenbach trinkenden und im Mürrenbach „badenden“ Kühe erfreut.” Sehr hübsche Serie, besten Dank! (Bilder Martin Moser)
Simmentaler im Wasser

Neue Talente(1): Arnos (& Bundesrat’s) Kalberete

Mai 17, 2014

1 vor der GeburtIm Moment fehlt mir grad etwas die Zeit für längere Ausführungen zu landwirtschaftlichen Themen. Nur ganz kurz ein paar Worte zum jüngst vom Bundesrat in einer Analyse geprüften und mit positivem Verdikt verabschiedeten Vorschlag, die sogenannte “Weisse Linie”, also die Industriemilch dem Freihandel mit der EU auszusetzen. Das ist keine sonderlich intelligente Idee, solange andere Branchen immer noch Heimatschutz, sprich Hochpreisprivileg geniessen und damit die Kosten-Ertragsschere bei den Bauern weiter geöffnet würde (was wiederum gemäss Bundesrat mit läppischen zusätzlichen 100 bis 150 Millionen Franken Direktzahlungen kompensiert werden müsste). Mit Joghurt und anderen Milchprodukten ist es deutlich schwieriger Mehrwert zu generieren, als mit Käsespezialitäten. Denen geht es übrigens auch alles andere als prächtig im Export, wie just diese Woche bekannt geworden ist. Kein sonderlich cleveres Timing, werter Bundesrat…

3 GeburtWenn wir schon bei Kalbereien sind, dann lieber ein gefreuteres Exempel. Ich habe dieser Tage von Arno, einem Kegelbahnkollegen, eine interessante Kuhbilder-Serie erhalten. Aber überlassen wir das Wort doch gleich ihm: “Thomas und Heidi führen einen biodynamischen Bauernhof in Adliswil. Als sie bei uns im letzten November Jassen waren, sind sie mit uns noch ansc5 schwieriges Aufstehenhliessend auf die nächtliche Weide gegangen, da eine Kuh kurz vor dem Kalberen war. Jedoch zeigte sich noch nichts. Am Sonntag sind dann Daniela und ich dreimal schauen gegangen und tatsächlich beim dritten Mal war es so weit: Wir durften eine Geburt auf der Weide miterleben.” Danke bestens, Arno, sie hat sich gelohnt, die Hartnäckigkeit. (Bilder Arno Kerst)
6 Tante Mutter Kind

Kuhwoche (Epilog): Romuhnia

Mai 6, 2014

Rumänische Kühe2Einfach immer wieder schön, die rumänischen Allmendherden, auch dieses Mal wieder. Unter Obhut eines oder mehrerer Hirten verbringen die Tiere ihre Tage auf Gemeindeland, am Abend kehren sie zurück auf ihre Betriebe, wo sie meistens alleine oder allenfalls zu zweit gehalten werden.
AllmendHier noch grad so eine Idylle in der weitläufigen Dobrudscha, die dieser Tage sonst eher von endlosen Rapsfeldern dominiert wird. Das ua. ist das Faszinierende an der rumänischen Gegenwart: Parallel finden sich auf engem Raum Landwirtschaftsszenen aus verschiedenen Jahrhunderten.
Kleinbauer RumänienHier ein Kleinbauer, der seine Kuh nach getaner Fressarbeit zurück in ihren Stall führt.
Rata rumaneascaUnd zum Schluss noch dies: Rotvieh, rumänischer Flügel, ein eher seltenes Bild. Aber die Hörner sind omnipräsent: Ich habe in acht Tagen keine einzige hornlose rumänische Kuh gesehen. Das hätte dem Biorebell Armin Capaul auch gefallen. Er will jetzt, falls das noch nicht überall bekannt sein sollte eine Initiative für den Hörnerfranken lancieren. Endlich ein Volksbegehren mit Hand, Fuss und Horn…

Kuhwoche (3): Selbsthilfe-Wettbewerb

Mai 1, 2014

Stettbach2Natürlich braucht so eine Kuhwoche auch noch einen Wettbewerb. Wer mir als erstes meldet, was das für eine Rasse ist, der erhält ein Priisli. Ich habe ehrlich gesagt selber keinen blassen Schimmer. Deshalb eine Art Selbsthilfe-Wettbewerb, viel Glück!

Noch schwieriger wäre übrigens wäre zu erraten, wo das Bild aufgenommen wurde, aber das verrate ich jetzt: Stettbach am Zürcher Stadtrand, aber schon Dübendorf, merci no mal vilmal, Monika! (Bild: Monika Schlatter)


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