Archive for the ‘Kuhbild der Woche’ Category

Herbstkuhwoche (3): Gastweidetorgeschichte

Oktober 11, 2014

WeidetorgeschichteHeute zum Abschluss der Herbstkuhwoche fast eine Art Countryroadmovie. Namensvetter Adrian Dietrich hat mir diese kleien Bildgeschichte mit folgendem Kommentar zugeschickt: “Hier noch ein “ohne Worte” zum Thema: Weidetore wären eigentlich zum schliessen da…”

Danke herzlich für den ersten Weidetoregastbeitrag! Auf Nachfragen hat mir Adrian dann noch ein paar Worte nachgeschoben und verraten, dass er im Berner Oberland einen Betrieb bewirtschaftet (mit einer sehr sehenswerten Website übrigens) und dass die Kühe unterdessen wieder sicher versorgt sind. Da bin ich froh und wünsche Glück in den Stall! (Bilder: Adrian Dietrich)

Herbstkuhwoche (2): Waldweide

Oktober 7, 2014

WaldküheWaldweide ist ja an sich ein Tabu, da verboten hierzulande. Der Wald ist eine eigentliche heilige Kuh in der Schweiz und grundsätzlich ist das gut. Jetzt müsste man nur noch den Schutz des offenen Weide- und Ackerlandes ähnlich hermetisch gestalten.

Aber ich will jetzt gar nicht politisieren. Nur danken, liebe Monika, für ein weiteres tolles Bild. Avec vache qui rit, nota bene. (Bild: Monika Schlatter)

Herbstkuhwoche (1): Cowcam can

Oktober 4, 2014

Cowcam BuchEs herbstelet und deshalb ist der Zeitpunkt ideal für eine Herbstkuhwoche. Den Auftakt macht ein Buchtipp: Cowcam – Kühe fotografieren ihre Welt.

Regelmässige Leserinnen werden diesem Phänomen hier schon das eine oder andere Mal begegnet sein. Jetzt ist es soweit, die Bilder von Kühen für Kühe und vor allem Menschen sind zwischen Buchdeckeln gefasst.

Der Klappentext erklärts am Besten, worum es geht: “Eines Tages hatte der Bauer vom Hümpelihof (Christoph Sigrist) eine Idee: Er wollte wissen, wie die Kuh die Welt sieht, und montierte eine kleine Kamera in eine Treichel, die er seiner Lieblingskuh Sofie umhängte. Später schickte er die Cowcam auf eine Reise durch die Schweiz.”

Herausgekommen ist ein von Dänu von Rüti sehr schön gemachtes rustikales Buch, das vor allem von den Bildern der Kamerakühe lebt. Aber natürlich kommt auch der Text (aus menschlicher Hand von Sagita Lehner) nicht zu kurz. So gibt es Erklärungen zu Locations, Kühen und Kamerainstallation. Kann den 224-Seiter mit gleichvielen Bildern empfehlen für alle, die sich an schrägen Perspektiven nicht stören und den anderen Blickwinkel suchen, oft garniert mit Flötzmaulunterseite, hängt doch die Kamera, wie erwähnt an der Glocke (die also nicht nur Hörschäden beschert, sondern auch Bilder beisteuert.

Am Montag findet übrigens eine Buchtaufe im Sphères in Zürich statt, falls sich jemand das Buch quasi kuhwarm besorgen oder bloss Einblick nehmen will. Vielleicht wird’s dann hier auch nochmal verlost, aber ich muss es zuerst noch ein wenig anschauen. Cowcam offen

Scotland (2): I bet it’s a No. And why it’s good

September 18, 2014

AngusThe polls are closed, the decision is approaching: Is Scotland staying or going away from the UK? In a few hours we’ll know about the verdict. So, it’s about time for a last qualified and legal bet. I bet hereby that it’s gonna be a No: 52.7 to 47.3 percent or somewhere around that. If I loose, I will blog daily next week and put up with a reason day by day why it’s ok to be independent for the Scots and their farm sector. You may call me opportunistic, but no, if it’s a Yes, all that remains (after the celebrations and mournings of course) will be to get up/come down and keep going.

Alex SalmondAnyway, meanwhile let me line up a few reasons, why it’s good that that it will be a No for scottish agriculture. To put it straight beforehand, I understand every Scotswoman and -man who prefers to be governed by an outspoken and witty guy like Alex Salmond instead of a public school boy like David Cameron. But unfortunately, a swallow doesn’t make spring, as we say in Switzerland. The lonely Salmond won’t save the whole Loch. He’s a great promise and talks the blue down from the sky (as far as there is any in Scotland). Still, he hasn’t got a clue about the consequences of Independece yet. When he talked to us a fortnight ago at the congress of the IFAJ in Aberdeen, he wasn’t able to make any clear statement about how a Yes would influence the future of his country very probably not to be.

He complained about the very low contributions the Scottish farmers are receiving from the EU honeypots (see the article of my colleague Jonas Ingold on Swiss agpress agency LID). That may be true, but I’m pretty sure that an independent Scotland will mean a lot of insecurity to the farmers whether at all they will get any money from Brussel in the next few years. And it’s always better to have the sparrow in your hand than the beautiful white dove on the roof, to use another Swiss saying.

Landscape to die forAnother thing I don’t understand from an agrocommercial point of view is why the Scots should build a frontier towards their most important market. In a world or at least a Europe where pulling down the borders has caused a few problems but has mainly prevented this agitated continent from more wars and bloodshed, I think it’s quite stupid to build toll stations and create free trade barriers. Notably because the Scots have a lot of excellent products to offer, eg Whisky, Salmon and Landscape to die for and some of the most excellent cattle (the Aberdeen Angus bull above for example) and sheep in the world to just mention the tip of the iceberg. And look (below) what they have made out of our Simmentals (the two bulls to the right) and you know immediately, what they are able to achieve.

This doesn’t mean that I think the whole idea of the Independence Referendum is wrong. I think Mr. Salmond and his pals are quite clever. They knew from the beginning, that it will be a No, but a tight one. And that bottom line, there will be an even higher level of independence within the UK once the whole thing is over. I would even go so far to say that the Salmonds are happier about a tight No than a tight Yes. But who knows, maybe I’m totyally wrong and will have to blog again tomorrow…
Simmental bulls

Gute Ernte: Sommerkühe aus UK, CH, Tansania

August 30, 2014

Sommerkühe Helen

Liebe Leute haben mir viele schöne Kuhbilder geschickt in den letzten Wochen: zB. ölmalerisch pittoresk aus Cornwall …

OLYMPUS DIGITAL CAMERA… spektakulär perspektivisch aus dem Berner Oberland …

????????… kontemplativ weitsichtig aus dem Alpstein und …

Sommerkühe Susanna Tansania Saadani Nationalpark… exotisch bemutternd aus Tansania.
Danke Euch allen! (Bilder: Helen James, Monika Reize, Monika Schlatter, Susanna Müller)

Die Kälber sind die neuen Hähne

Juli 20, 2014

Schwarzbuntes Closeup2Diese hübschen Close-ups von meiner treusten Kuhbildlieferantin laden geradezu ein zu etwas Schleichwerbung. Seit gut einem Jahr schreibe ich jetzt beim bioaktuell, dem Leader im Bioagrarmedienmarkt, der zugegebenermassen klein ist.

Mein letzter Artikel (das ganze Heft 6/14 findet sich bald hier) handelte von den Kälbern aus der Biomilchproduktion, die zu rund zwei Dritteln im konventionellen Kanal vermarktet werden. Warum ist das so? Der Hauptgrund: die Nachzucht der modernen Milchrassen – und hier kommen wir jetzt zu den Schwarzbunten – ist für extensive Mast, wie sie für Bio obligatorisch ist, unbrauchbar. Sie werden ohne massiven Milchpulverinput, wie er in konventioneller Kälbermast üblich und bei Bio verboten ist, schlicht nicht fleischig genug.

So weit wie in Neuseeland, wo solche für die Milchnachzucht nicht benötigten Kälber reihenweise und amtlich bewilligt direkt nach der Geburt getötet werden (hier ein interessanter Blogbeitrag eines Kollegen) sind wir in der Schweiz noch nicht. Eine Schwarzziffer gibt es, aber es ist sicher noch keine grosse Zahl von Kälbern.

Trotzdem zeigt das Phänomen der verschmähten Biokälber, dass die moderne Milchproduktion in diesem Punkt alles andere als nachhaltig ist. Das gilt auch für die konventionelle Mast von Milchtypen, die dafür nicht geeignet sind, da sie sehr hohen Futterinput benötigen. Wenn man nicht in die gleiche Bredouille geraten will, wie die Eierproduzenten mit den getöteten Eintages-Hähnen, sollte die Branche umgehend fleischbetontere Milchstiere einsetzen, damit würde man etwas Milch verlieren, könnte aber gleichzeitig ein potenzielles Reputationsrisiko entschärfen. (Bilder Monika Schlatter, besten Dank!)
Schwarzbuntes Closeup

Gast 2: Blumige Formationen am Flügespitz

Juli 3, 2014

Guschti zu viert kleinHeute ein Stammgast, bzw – gästin. Monika Schlatter ist zum Glück wieder zu Fuss auf dem Land unterwegs und hat mir ein paar hübsche Rinderbilder geschickt.
Guschti zu dritt“Nun doch endlich wieder einmal ein paar Kuhbilder – von meiner Rundwanderung in der Gegend um Amden am vergangenen Donnerstag”, schreibt Monika, “die beigefügten Fotos habe ich unterhalb des Flügespitz aufgenommen. Wenigstens eine hatte Hörner…..mit gutem Zureden bewegte sich diese weg vom Weg, so dass ich passieren konnte…” Wie immer herzlichen Dank, Monika!
Guschti allein

Gast 1: Gutalpenländisches Rammeln in Cuzco

Juni 29, 2014

20140629-122100.jpg

Wenn einem die Musse zum bloggen fehlt, ist es schön wenn man auf freie Mitarbeiter wie meinen guten alten Kollegen Alois Feusi zurückgreifen kann, der nicht nur super schreiben, sondern aut top bekuhbildern kann:
“Lieber Adi.
Ich habe wieder einmal Glück im Leben und darf noch einmal aus Peru berichten. Die verbreitetste Vieh-Rasse in Cuzco und auf dem Altiplano ist die Swiss Brown (oder heisst es Brown Swiss?), vor Jahrzehnten von Schweizer Entwicklungshelfern zwecks Milch- und Käseproduktion bei den Campesinos eingeführt und mittlerweile im gleichfalls stotzigen Land der Inka heimisch geworden:
Schweizer Stierengrinde auf 3500 Metern Höhe bei Maras in der Region Cuzco. Der Drang zu gut alpenländischem Rammeln zwischen jungen Männchen liegt offenbar in den Genen dieser beiden Vertreter der Rasse Swiss Brown und bricht sich auch in dünner Luft und auf staubigen Weiden seine Bahn.
Und dann habe ich hier noch eine kleine Ergänzung aus dem Mercado San Pedro in Cuzco: Wenn die jungen Stiere ihren letzten Kampf verloren haben, enden ihre Innereinen und andere in der Schweiz nicht so gefragte Teile in Peru nicht als Hundefutter oder Futtermehl, sondern sie dienen dem menschlichen Verzehr. Das zeugt nicht nur von der Armut, in der die Leute hier leben, sondern durchaus auch von einer gewissen Ehrfurcht gegenüber den geschlachteten Tieren. Hier werden Nutztiere nicht zu Abfall.
Herzlich.
Alois”
Merci viel mal lieber Lois! ( Bilder Alois Feusi)

20140629-122212.jpg

Letzte Tage: Abdrücken für knipsende Kühe

Juni 13, 2014

Cowcam2Kennen Sie Cowcam? Blog-Leserinnen mit gutem Erinnerungsvermögen erinnern sich vielleicht an diesen Beitrag im November 2010 namens “Kuhbilder der Woche – geschossen von Kühen“. Unterdessen ist unfreiwillige aber umso interessantere fotographische Schaffenskraft der Kühe im ganzen Land ungebrochen, wie man auf der Website des Projekts unschwer feststellen kann.

Höchste Zeit also, die Bilder in einem Buch zu bündeln. Das ist heute schon fast ein Luxus geworden, deshalb braucht es dafür Geld. Auch für die vom Internet und E-Büchern an die Wand gedrückten gedruckten Projekte – kleine IroniE – läuft die Sammlung heute übers Internet, mit sogenanntem Crowdsourcing, wofür es natürlich auch schon entsprechende Plattformen gibt, zum Beispiel hier, wo Cowcam-Gründer Christoph Sigrist und sein Kollege Dänu von Rüti jetzt noch bis am 20. Juni sammeln für diesen Fotoband, ergänzt um Gespräche mit Bauern und Bäuerinnen.

Ich kann Ihnen, liebes Leserinnen und Leser diese Kollekte warm empfehlen. Selbstverständlich wird nach Erscheinen des Buchs ein Exemplar verlost. Ich bin gespannt. (Bild: cowcam.ch)

Neue Talente(2): Martins Simmentaler im Bach

Mai 21, 2014

Simmentaler saufendVor einer wahrscheinlich nicht überlangen Kuhpause hier noch einmal ein neues Talent: Martin aus Unterseen hat mir ein paar schöne Simmentaler zugestellt: “Heute war ich mit dem Velo im Lauterbrunnenental unterwegs. Im Stechelberg habe ich mich an den weidenden, aus dem Mürrenbach trinkenden und im Mürrenbach „badenden“ Kühe erfreut.” Sehr hübsche Serie, besten Dank! (Bilder Martin Moser)
Simmentaler im Wasser


Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 69 Followern an