Archiv für die Kategorie ‘Kuhbild der Woche’

AgReminiszeNZZen aus 13 Jahren (1): Viehschau

Juni 14, 2013

Viehschau MettmenstettenHeute ist mein letzter Tag als NZZ-Journalist. Zeit für einen kleinen Rückblick: 13 Jahre in 13 Tagen. Eine ziemlich zufällige aber wohl doch recht repräsentative Auswahl. Zum Auftakt mein Bericht von der Viehschau in Mettmenstetten anno 2001.

Zum 600. ein kleines Kuhglasrätsel

Juni 2, 2013

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Es gibt Sachen, die wissen so gut zu gefallen, dass sie gleich verbloggt sein wollen, zum Beispiel dieses Kuhglas (merci Simone!). Es stammt aus dem Haus Arbeitsintegration Winterthur, geshoppt wurde es in der Marktlücke, eine tolle Institution übrigens. Das Glas gibts auch noch mit anderem Getier aus Feld und Wald. Und es schont diese gleichzeitig, ist das Glas doch ein Recyclingprodukt.

Natürlich gibt es jetzt zum 600. Post einen kleinen Wettbewerb. Wer mir als erstes sagt bzw. kommentiert, aus was das Glas gemacht wurde und in welchem Kanton die Holzkuh auf dem Föteli posiert, kriegt, ja klar, ein Kuhglas. Vielen Dank für die Treue, liebe BlogleserInnen! Ich erhebe das Kuhglas auf Sie.

Neuer Trend: Internet-Viehschauen

Mai 11, 2013

Kuhwahl BiosuisseHeute eine kleine (unbezahlte) Werbepause. Anlass sind zwei Internet-Viehschauen. Ob das schon ein neuer Trend ist? Demokratischer wärs auf jeden Fall, ob fachfrau/männischer, das ist eine andere Frage. Trotzdem, dies nur als kleiner Einschub vor der Reklame, ich staune schon immer wieder, dass an den grossen Schauen ein einziger Richter das Wetter macht. Wenn der bloss nicht zu stark bearbeitet wird in den Hinterzimmern…

Item, in diesen Fällen hier ist nicht züchterisches Fachwissen, sondern Glück gefordert. Gefragt sind bei den ausgestellten Kühen nicht primär Tiefe im Pansenbereich, gut aufgehängte Euter und ein sauberes Fundament sondern Ausdauer im einen Fall und Aussehen im weitesten Sinn im zweiten Fall.

Biosuisse veranstaltet einen Kuh-Marathon (zu finden bis heute hier, ab Montag hier). Tierschützer gemach, das Vieh wird nicht etwa durch abgesperrte Strassenschluchten getrieben. Die 10 Kühe auf ebensovielen Höfen dürfen zuhausebleiben und werden mit GPS-Sendern ausgestattet. Wer als erste die Marathondistanz von gut 42 Kilometer absolviert hat, ist die Siegerin. Ziel des Anlasses ist aufzuzeigen, dass Bio-Kühe viel draussen unterwegs sind.

Denner wiederum wurde kürzlich von einer Kollegin bei der “Bauern-Zeitung” dabei erwischt, eine österreichische Kuh auf seiner Milchpackung abgedruckt zu haben, eine schöne Pinzgauerin. Nun sucht man in Zusammenarbeit mit der Zeitung ein neues Aushängeschild für die Verpackung. Bemerkenswerterweise ohne Horn. Da tut sich also auch was.

Während der Richter an der Viehschau neben seinem Salär hoffentlich nichts gewinnen kann (ausser Reputation natürlich), winkt den Teilnehmern an den Kuhwettbewerben zwar leider keine Kuh als Preis, aber immerhin Bioferien im einen Fall und ein elektronisches Spielzeug im anderen Fall. Ich wünsche viel Erfolg, sollten Sie Ihr Glück testen wollen.

PS. Natürlich darf man mir zum Dank für diese Reklame jederzeit eine Kuh zustellen, würd’s dann nicht an die grosse Treichel hängen.

Kuhwahl Denner

Kuhmpetition: Was ist denn das?

April 27, 2013

RätselküheHeute wieder mal ein kleines Kuhrätsel. Das Bild stammt von Monika Schlatter, die schon wieder schwer am Wandern ist und natürlich auch wieder fündig wurde im Viehbereich: “Endlich wieder mal Kühe im Freien! Ich ging gestern von Trogen über den Gäbris und Sommersberg nach Gais hinunter. Auf Sommersberg habe ich diese Kühe fotografiert”, schreibt sie mir, um dann zu fragen: ”ist das eine eigene Rasse??”

Ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung und setze einmal auf Followerpower, wie man die Leserumfrage in der sozialmedialen Welt heute neudeutsch nennt. Hat irgendjemand eine Ahnung? Ist es am Ende eine ausländische Rasse und deren Kreuzung mit Braunvieh? Um sachdienliche Hinweise wird gebeten. Und natürlich kann man/frau auch etwas gewinnen, wenn es dann stimmt. Hier zur Konfusion noch ein zweites Bildli aus dem Kühlschrank, das mir grad verdächtig ähnlich vorkam. Dies dürfte vermutlich das kreuzungsfreie Original sein.  
RätselkuhBeim nächsten Bild hingegen, auch das von Monika Schlatter, diesmal aus dem Baselbiet, hingegen, sollte die Antwort einfacher sein. Es handelt sich hier um Zebus, erkennbar am Fettbuckel hinter dem Kopf, vermutlich gekreuzt mit Red Holstein.

Schon interessant, was alles so seinen Weg findet auf heimische Wiesen, sind sicher robuste Tiere mit bescheidenen Ansprüchen und gutem Fleischansatz, viel Milch werden sie allerdings kaum geben. Eine Mikro-Recherche bestätigt: Zebus werden von Mutterkuh Schweiz in der Rassenliste geführt, es gibt bereits 11 Betriebe, die mit diesen arbeiten, 64 Muttertiere sind im Herdenbuch registriert, eine kleine Minderheit erst, aber vermutlich mit beachtlichen Zuwachsraten.Zebu2
Herzlichen Dank für Bilder und Denksportaufgabe, Monika!

Springcows (2): Calves and their mums

April 11, 2013

Le LimousinSpring has come, at last. Well, he’s still a bit shaky, but growing fast, like these calves. With the temperature going up, so does the activity of my guest cow-photographers, luckily. Today it’s a tribute to some cows and their young ones, made at Agrischa, a regional Ag-Fair in the canton of Grisons, a zone where a lot of meadow-based cattle growing is happening. Above you see a limousin calf hidden behind mother.
Kalb2Intimate moment between a Highlander duo.
Kalb3Finally, a little competition. I honestly couldn’t tell what race it is. The first one who tells me, gets a little price. Good Luck! Thanks a lot, Monika, for your great gallery! (Pics Monika Schlatter)

Doch noch: Frühlingskühe (1)

April 9, 2013

Frühlingskühe am HorizontEs tut sich was am Horizont. Nach langem Winter hat Ürsu das erste Vieh auf der Weide entdeckt. Und ist auch gleich noch näher hingegangen. Häb Dank! (Bilder Urs Wiskemann)
Frühlingskühe

Kleines Emmentaler Tierli-Panoptikum

April 4, 2013

GuschtiIn der letzten Zeit war da alles etwas textlastig, heute drum wieder einmal etwas fürs Auge. Dieser Tage war ich auf der neuen Emmentaler Käseroute unterwegs, kann ich empfehlen, aber ich habe fast mehr Tiere als Käse gesehen. Die ersten drei Bilder stammen vom Bauernhof der Familie Mathys ob Burgdorf, wo man im 300-jährigen Bauernhaus auch Ferien machen kann. Den Anfang macht ein neugieriges Guschti, das angesichts des saftigen Frühlings derzeit mehrheitlich im Laufstall wohnt.
EselEin seltenes Bild: Esel. Schade eigentlich.
SchweineSchweine in der raren Frühlingssonne.
HühnerHühner in der Gegend von Affoltern. Sie haben auch nicht so gerne Bise, die meisten, und sünnelen schön an der Wand.
KatzenIch brauchte einen Moment, bis ich dieses Schild einordnen konnte. Nehme jetzt mal an, es wirbt für Katzen zum Mitnehmen, vermutlich gratis. Bei uns in der Stadt gibt es das nur für alte Möbel, die die Leute auf die Strasse stellen, weil sie zu faul sind, diese ins Brockenhaus zu bringen. Katzen werden höchstens gesucht, meist mit verzweifelten liebevollen Aufrufen. Schon immer wieder erstaunlich, wie wenig weit man gehen muss, um andere Welten zu entdecken. 

PS. Das Katzenschild hat einen treuen Leser zur Kreativität herausgefordert (ist wohl ein Aktionspreis?) und eine treue Leserin zum Einsenden eines zweifelsfrei zum Schutz gedachten Katzenschilds im Berner Oberländischen Gsteigwiler (siehe auch Kommentare). Herzlichen Dank an die beiden Kreativen!
Katzen in AktionKatzenschild in Kandersteg

Bleiches Kuhbild gegen das Erbleichen

Februar 24, 2013

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Zurück von einer Woche Skiferien in Bergün. Es war eine Augenweide, auch für mein in der Stadt häufig etwas kümmerlich beglücktes bäuerliches Herz. In der täglich frisch verschneiten Postkartenlandschaft standen alletwegen Kühe, Pferde und Ziegen in der bleichen Wintersonne, käuten wider und liessen sich aufwärmen. Das Grauvieh-Bild mit dem ungewollten Spezialeffekt – keine Ahnung, was in meine ansonsten zuverlässige Handycan gefahren war – dokumentiert dies aufs Schönste. Die zugehörigen Produkte gibt es schön präsentiert in einer Handvoll Hofläden (siehe letzten Post). Der Kontrast zu den Neuigkeiten über die Missstände in der Tierhaltung und -behandlung in Übersee, die trotz reduziertem Medienkonsum ihren Weg ins Albulatal fanden, könnte nicht grösser sei. Der “Kassensturz” berichtete über Misshandlungen und Vernachlässigung von Schlachtpferden in Kanada, USA, Mexiko und Argentinien, nur das letzte Beispiel in einer langen Reihe von ähnlichen Übeltaten.
Ich will nicht behaupten, dass sich in der Schweiz keine Exzesse ereignen, aber es schleckts keine Geiss weg: Die Herkunft Schweiz garantiert beim Fleisch in 99,9% der Fälle Tierschutz-konforme Haltungs-, Transport-, und Handlingformen, die bei Produkten von ennet der Grenze selten bis nie nachgewiesen werden können, wie das Beispiel Bouvry zeigt (man gebe den Namen der kanadischen Pferdeschlachtungs-Unternehmens zur Illustration in eine Suchmaschine ein). Das gilt offensichtlich nicht allzu selten auch für Tiere, die wir vor dem inneren Auge gerne über die kanadische Prärie galoppieren oder über ozeanische Hügellandschaften promenieren sehen. Bedenklich nur, dass der hiesige Detailhandel und der Bund immer erst dann reagieren, wenn man ihnen das Messer an den Hals, beziehungsweise das Logo ins Fernsehen setzt, obwohl man die Missstände schon mit fünfminütiger Internet-Recherche hätte aufdecken können.

Kuhbild der Winterwoche

Februar 11, 2013

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Vacas de Costa Rica, graçias, Jonas! (Bild Jonas Ingold)

Statt nochmal WEFfeln: Der untervertretene Muni

Januar 22, 2013

Verenas MuniEigentlich wollte ich heute zum WEF ante portas ein paar böse Worte los werden. Dann habe ich aber gemerkt, dass ich den Artikel von letztes Jahr grad recyceln kann. Deshalb hier der Link. Am Sachverhalt, dass hier ein paar Multis mit viel schwülstiger Leaderrhetorik und Geschwurbel ein gut kaschiertes Investitionsförderungsprogramm in eigener Sache vorantreiben hat sich nämlich offensichtlich nichts geändert, ausser dass neu 28 statt letztes Jahr 26 Unternehmen daran beteiligt sind. Als Anschauungsunterricht hier der Link zur nurmehr halb so neuen ”New Vision for Agriculture“.
Drum lieber etwas Gefreutes: Soeben ist ein Mail von Leserin Verena eingetroffen. “Ich finde, dass die Muni in deiner Fotogallerie etwas untervertreten sind”, schreibt sie mir, “deswegen hier ein Prachtsexemplar: Artus, der Schotte. Leider inzwischen nur noch in seinen Töchtern und EnkelInnen lebendig, weil schon in der Wurst verspiesen…” Herzlichen Dank, Verena! Tatsächlich liegt das Gewicht auf der Kuh, gibt halt auch viel mehr davon. Drum bin ich natürlich froh um diesen Support. (Bild Verena Broger Ribi)


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