Archive for the ‘Uncategorized’ Category

Statt Hasen: Osterkühe(2)

April 23, 2011

Zum Ostersamstag eine facettenreiche Seitenansicht. (Bild Christian Beutler/NZZ)

Sonntagswandern: Wilde Hühner & Natur vom Pur

April 4, 2011

Seize the day, sagt die Angelsächsin, drum haben wir uns aufgemacht ins Heidiland, der Himmel blau wie Stahl und die Kulturlandschaft wie aus dem Truckli. Beste Werbung für die Direktzahlungen, wenn es die noch bräuchte. Ich gebe zu, das Auftaktbild ist etwas tendenziös, aber keineswegs repräsentativ, wie das nächste zeigt.
Die Churfirsten stehen hoch über dem Wahlensee ihren Mann, das Gras kann wachsen…
…und der Mishaufen ist korrekt abgedeckt, oder Heidi? Das einzige was noch fehlt ist Vieh, fast…

…wir sind froh um den fehlenden Hund, hätten wir uns doch fast ein wenig Sorge gemacht, um den Vierbeiner, doch…

…die Hühner entpuppen sich als halb so gefährlich, picken friedlich in der Weide rum. Apropos Weide: Hier kommt schon das erste Weidetörchen der Saison, Modell nachhaltig rustikal…
Aber eben, leider noch ohne Kuh, zum Glück treffen wir nach der krönenden Cervelat und einem kühlen Dip im Walensee zum Abschied noch einen doppelten Esel.

  

Komposternte: Kleinstbauern-Freude herrscht

März 27, 2011

Soeben ein Kübeli Kompost vom Feinsten aus dem selber gebastelten Schnell-Komposter geerntet. Gutes Gefühl für einen Alt-Mäpplibauer. Einzig die Eierschalen müssten wohl noch feiner sein, um anständig zu verrotten in nützlicher Frist. Ist das am Ende ein Fall für den Fleischwolf, oder den Mixer? Etwas Verbesserungspotenzial muss ja noch sein. Jetzt stellt sich nur noch die Frage nach der Verwertung. Kürbis oder Kabis, Tomate oder Tagetes? Und Rasen pflügen oder Vertical Farming? 

Ferienstoff (2): Täglich eine schöne Kuh

Februar 22, 2011

Die “Zeit” zum Texas Longhorn: “Das Texanische Longhorn wurde zum Symbol des Wilden Westens. Die Rinder kamen mit den Entdeckern Amerikas in den 1490er Jahren auf den Kontinent. Zuerst nach Santo Domingo, später dorthin, wo heute der US-Bundesstaat Texas liegt. Nach kleinen Ausflügen in die Unterhaltungsbranche findet das Texanische Longhorn wieder seinen Weg auf die Farmen zurück. Geschätzt wird es vor allem wegen seiner Robustheit und seines sehr fettarmen Fleisches.” (Bild Jeremy Hopley & Andrew Perris aus “Schöne Kühe”)

Ferienstoff (1): Täglich eine schöne Kuh

Februar 21, 2011

Vor kurzem ist im deutschen Landwirtschaftsverlag der hübsche Bildband Schöne Kühe erschienen. Das Buch von Valerie Porter mit Bildern von Jeremy Hopley und Andrew Perris kommt mir für die kommenden Tage wie geschliffen, wenig Zeit fürs Bloggen, aber trotzdem etwas fürs Auge. Die “Zeit” hat verdankenswerterweise ein paar der Bilder publiziert, ich bediene mich gerne dort, danke liebe Kollegen. Wir fangen an mit dem Watussi. Viel Vergnügen.
Zum Watussi heisst es in der “Zeit”: “Kühe geben Milch. Exemplare wie dieses Watussirind (auch Akolerind) sehen noch dazu besonders gut aus. Sie stammen vor allem aus den Ländern westlich des Viktoriasees in Afrika: Uganda, Ruanda und Burundi. Die Tutsi halten die Rinder hier wegen ihrer fettreichen Milch und beeindruckenden Hörner, die bis zu anderthalb Meter lang werden können. Der Abstand von Horn zu Horn misst bis zu 180 Zentimetern. In Afrika wählten die Züchter die Watussirinder vor allem nach Farbe und Muster des Fells aus. Üblicherweise ist es dunkelrot, es kann aber auch schwarz, braun, gelb oder weiß sein, und – wie in diesem Fall – gescheckt. Die Kühe, wie wir sie heute kennen, stammen fast alle vom Auerochsen (Bos primigenius) ab, der mittlerweile ausgestorben ist. Die ersten Menschen begannen in Eurasien vor rund 8500 Jahren, die Tiere zu domestizieren.” (Bild Jeremy Hopley & Andrew Perris)

Agroblog schenkt Ihnen einen Bauernhof

Februar 2, 2011

Der Agroblog ist heute 2-jährig! Deshalb gibt es etwas geschenkt: 2 Geissen, 30 Enten, einen Pflug und ein Stück Land. Das als Dank für Sie liebe Leserinnen und Leser, für Ihre Treue, Kommentare, Aufmunterungen, Tipps für neue Posts undsoweiter. Zumindest symbolisch: Ich spende an HEKS und diese geben dann die Geissen und Co., beziehungsweise das Geld dafür, weiter an Betriebe in der dritten Welt. Eine Geiss kostet 30 Franken, gleichviel blättert man für 30 Enten sowie einen Pflug auf den Tisch und das Stück Land gibts à 77.-. Es gibt übrigens auch Hühner, Webstühle, Zuchtschweine, halbe Mangrovenwälder und viel anderes zu spenden. Falls Sie Lust haben, tun Sie’s mir gleich, es würde mich freuen. So günstig kommen Sie nie mehr zu einem Heimetli!

Grüne Woche (4): Die falsch placierten Hörner

Januar 23, 2011

 

 

 

 

 

Auf den Kuhköpfen sind sie am verschwinden, aber für die Werbung scheinen sie immer noch unerlässlich (links für die Rentenbank, rechts für die Grüne Woche), die Hörner. Mir wäre es lieber umgekehrt…

Grüne Woche (3): Sally braucht Wasser und Geld

Januar 23, 2011

Die Veranstalter der Grünen Woche bezeichnen ihren Anlass gerne als “Davos der Landwirtschaft”. Folgerichtig steht deshalb auch ein Global Forum for Food and Agriculture auf dem Programm. Daran haben am Samstag Landwirtschaftsminister aus 54 Ländern teilgenommen, darunter die Schweiz und – ist es wohl sein erster Konferenzauftritt? – der Südsudan. An der zugehörigen Pressekonferenz standen der EU-Landwirtschaftskomissär Diacan Ciolos, sowie die deutsche Landwirtschaftsministerin Aigner und ihr französischer Kollege LeMaire im Mittelpunkt. Wichtigste Themen: Der Dioxinskandal und der etwas fromme Wunsch der Minister, die Nahrungsmittelpreise mögen der Spekulation entzogen werden. Ferner galt es zu überspielen, dass beim Haupttraktandum WTO erwartungsgemäss kein Ergebnis erzielt wurden. Etwas vergessen ging in der illustren Runde Sally Kosgey. Sie ist seit letztem April für das kenyanische Agrardossier zuständig. In ihrem einzigen Statement erklärte sie, dass das grösste Problem in ihrem Land die fehlenden Investitionen für so grundlegende Dinge wie eine Düngerfabrik sind. Das einzige Land, das Interesse gezeigt habe, wolle sie jetzt nicht erwähnen, man habe aber wegen drohendem Druck aus dem Ausland dankend auf das Angebot verzichtet. Später erklärt sie in einer kurzen Begegnung nach der Medienkonferenz, dass es sich dabei um Iran handle. Das zweite grosse Problem bei der Ernährung der wachsenden Bevölkerung sei das fehlende Wasser. Daneben erschienen die von den EU-Ministern auf äusserst diplomatische Weise ausgebreiteten Probleme bei der Gestaltung der gemeinsamen Agrarpolitik plötzlich fast etwas nebensächlich. (Bild Presse-Service Grüne Woche)

Byebye Stephanie, schade gibt’s Dich nicht mehr

Januar 17, 2011

Landverlust (2): Bauern haben kräftig mitgewirkt

Januar 5, 2011

Auch die Schweiz ist von Landgrabbing betroffen (siehe vorherigen Beitrag) – von einem der anderen Art allerdings. Das Kulturland geht hier nicht an ausländische sondern an inländische Investoren, die auf den Weiden und Äckern in den letzten Jahrzehnten zehntausende von Hektaren mit Hüslihalden und Gewerbegebäuden versiegelt haben. Diese Entwicklung schreitet ungehindert voran, wie der Zähler auf der Homepage der Landschaftsinitiative eindrücklich zeigt. Die Bauern selber haben dabei kräftig mitgewirkt und -profitiert. Manch einer unter ihnen hat mit dem Verkauf von Bauland Millionen verdient, auch wenn man darüber in bäuerlichen Kreisen nicht spricht. Stattdessen beklagt der Schweizerische Bauernverband (SBV) gerne wortreich den Kulturlandverlust, zuletzt an seiner Jahrespressekonferenz von gestern. Das ist durchaus berechtigt, allerdings kämpft der Verband nur halbherzig gegen das Phänomen. Bei der 2008 eingereichten Landschaftsinitiative – sie ist nicht extrem, sondern verlangt lediglich eine bessere Ausnutzung der immer noch gut dotierten Bauzonen und einen Verzicht auf weitere Einzonungen in den nächsten 20 Jahren – steht Brugg abseits. Mit einer gewundenen Erklärung hat der SBV 2007 seine Absenz im Trägerverein begründet. Ich wette schon jetzt einen unüberbauten Quadratmeter Kulturland, dass die Parole des SBV höchstens eine Stimmfreigabe sein wird. Von einem kompromisslosen Kampf der Landwirtschaftslobbyisten gegen den Kulturlandverlust kann trotz des öffentlichkeitswirksamen Lamentos jedenfalls keine Rede sein.    


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