Posts Tagged ‘Grauvieh’

Kuhbild-Wettbewerb: Agnes’ Grauvieh räumt ab

Januar 2, 2013

1. PlatzEs war das erwartete enge Rennen. Die Entscheidung im Agroblog-Kuhbild-Wettbewerb endete – nomen est omen – mit einem Fotofinish: Die Trophäe geht an Agnes Schneider aus Ruswil LU, herzliche Gratulation!  Ich konnte dem Grauvieh im weissen Schnee einfach nicht widerstehen.

2. Platz Efraim LieberherrKnapp dahinter Efraim Lieberherr aus Dinhard ZH mit seinem prächtigen Simmentalerli in der Morgensonne. Mir gefällt vor allem die Geschichte dazu: “Ein ganz, ganz schwieriges Unterfangen, nach ein paar Alpsommern ein einziges Kuhbild auszuwählen”, schreibt mir Efraim. “Ein lustiges Bild, ein schönes Bild, eine besondere Erinnerung? Die Erinnerung hat gesiegt. Im Anhang also das Bild einer Kuh, die ich an einem wunderbaren Morgen lange gesucht und dann endlich gefunden habe! ” Ein bisschen zerknirscht sieht sie schon aus, finde ich.

3. Platz Barbara KanzianAuf dem 3. Platz klassiert sich Barbara Kanzian aus Wien mit ihrem tollen Highlander-Stilleben mit Huhn, das sich da farblich gut getarnt und ziemlich unerschrocken unter die Gruppe gemischt hat. Mehr schöne Bilder von Barbara finden sich übrigens auf ihrem empfehlenswerten Blog über_Land.

Platz 4 Simon VetterAuf Platz 4 noch grad eines von diesen tollen Mutterkuhstilleben, hier mit dem zusätzlichen Romantikfaktor Sonnenuntergang, der die Kuh- und Kalberohren schön zur Geltung bringt. Abgedrückt hat Simon Vetter aus dem Vorarlberg, über den hier schon mal gebloggt habe.

5. Platz Ueli AeschbacherDer 5. Platz geht an Ueli Aeschbacher aus Wynigen BE. Das Bild spricht irgendwie für sich.  Es ist noch einmal eins aus der Mutterkuhhaltung, die ist halt dank dem stets präsenten Jungvieh optisch einfach attraktiver, ich schlage vor, dass auch die Milchproduzenten vermehrt Kälber mitlaufen lassen, um ihre Chancen zu erhöhen, der nächste Wettbewerb folgt bestimmt.
Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ganz herzlichen Dank, auch denjenigen, die jetzt nicht in die Kränze kamen, nämlich Jonas Ingold, Monika Schlatter, Kurt Brunner, Urs Willmann, Thomas Kampmeier und Markus Richner Kalt. Auch ihre Helgen sind top, und ich werde sie gut aufbewahren und bei Gelegenheit auf dem Blog präsentieren. Die Wettbewerbspreise für die fünf Top-Klassierten verlassen demnächst das Agroblog-Headquarter.
Und, fast vergessen: Ihnen allen, liebe Leserinnen, vielen Dank für die Treue und alles gute (vor allem aus dem Stall und vom Feld) für das soeben lancierte Jahr!

Sonntags-Kuhbild mit Grauvieh-Exkurs

Juni 24, 2012

Monika Schlatter hat wieder abgedrückt, dieses Mal im Tirol (herzlichen Dank!). Zu ihrem Kuhbild in der Mitte schreibt sie mir unter anderem folgendes: “Anbei ein stolzes gehörntes Tiroler Grauvieh aus Achenkirch (nehme mal an, es ist mit dem rhätischen Grauvieh verwandt)!” Das habe ich kurz recherchiert. Fundiert fündig geworden bin ich beim Zuchtverband Grauvieh Schweiz: “Bereits die römischen Schriftsteller Strabo und Plinius berichteten von der Leistung der Alpenkühe. Noch vor 100 Jahren erstreckte sich das Zuchtgebiet des Grauviehs über weite Teile der Ostalpen, wurde dann aber zurückgedrängt. In der Schweiz ging das Grauvieh um 1920 in die Braunviehpopulation über. Aus dem benachbarten Tirol wurden anfangs der 80-er Jahre Grauvieh in die Schweiz geholt. In den letzten Jahren erlebte das Grauvieh einen Boom in der Mutterkuhhaltung.” Im Tirol und im Südtirol, wo das Grauvieh auch Grigio Alpino (“La vacca sincera”) heisst, wird die Rasse häufig auch in sogenannter Zweinutzung gehalten. Denn das Grauvieh ist nicht nur “eine kleinrahmige Fleischrinderkuh, die sich durch ihre Leichtfuttrigkeit und hervorragende Rauhfutterverwertung vorzüglich für die Nutzung von Grünland eignet”, wie die Schweizer Züchter schreiben, sondern proportional zur Grösse auch eine gute Milchproduzentin, wie man der Homepage der österreichischen Züchter entnehmen kann. Im Nachbarland wird Zuchtbuch-Grauvieh in 961 Milchviehherden und lediglich in 270 Fleischviehherden gehalten. Zum Thema Milch heisst es dort: “Die Milchleistung liegt bei rund 4.850 kg mit 4,0 % Fett und 3,3 % Eiweiß. Die ausgewachsenen Kühe erbringen Durchschnittsleistungen von mehr als 5.100 kg Milch, Laktationsleistungen von mehr als 6.000 kg sind möglich werden aber nur vereinzelt angestrebt.” Eine dankbare Rasse, würde ich jetzt mal sagen. (Bilder Monika Schlatter (oben), Wikipedia)


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