Kein Mist mehr zur Gentech-Freisetzung

SCHWEIZ GREENPEACE GENTECH

Die Szenen muteten an, wie in einem mittelalterlichen Bauernepos (wären da nicht die Hi-Tech-Gewächshäuser im Hintergrund gestanden). Vor knapp sechs Jahren verhinderten Greenpeace-Aktivisten die Aussaat von gentechnisch verändertem Sommerweizen in der ETH-Vesuchsanstalt in Eschikon, indem sie ein Fuder Mist vor dem Aussaat-Käfig deponierten, diesen aufschnitten und den Mist anschliessend teilweise auf der Versuchsfläche verteilten. Im archaischen Kampf Mann gegen Mann und Frau gegen Frau, versuchten die Forscher, ihre Felder vor der unerwünschten Düngung zu bewahren. Es folgte schliesslich, vor den Linsen der gut vertretenen Medien, der Auftritt der Polizei. Gestern nun verschickte das BAFU eine Mitteilung, dass die Gentech-Freisetzungsversuche in Zürich-Reckenholz und Pully weitergeführt werden können. Greenpeace verschickte dazu nicht einmal mehr eine Medienmitteilung. Möglicherweise hat man bei der Umweltorganisation festgestellt, dass das Publikum in rezessiven Zeiten Aktionen gegen potenziell lukrative Technologien weniger goutiert. Man darf gespannt sein, wie sie künftige Schritte in der Gentech-Forschung begleiten wird. (Bild Keystone)

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