Stirbt die Wirtschaft ohne Bauern?

brugger

Der Solothurner Bauernsekretär Peter Brügger ist wie viele seiner Kollegen politisch aktiv. Er sass von 2001 bis 2005 im Solothurner Kantonsrat, wurde dann abgewählt, rutschte im Herbst 2008 nach und will jetzt am 8. März wiedergewählt werden. Das ist verständlich, als Bauernsekretär kann man es ja zu einigem bringen, wie jüngst das Beispiel von Ueli Maurer gezeigt hat. Aufgefallen ist mir die Kandidatur Brüggers aus einem anderen Grund. In einem Inserat in der  Nordwestschweizer Regionalausgabe der „Bauern-Zeitung“ behauptet er kommentarlos, dass die Wirtschaft ohne Bauern stirbt. Das dünkt mich nun ein bisschen gar hoch gegriffen. Zunächst könnte man den Spruch wohl ohne weiteres umkehren. Denn ohne florierende Wirtschaft wäre der Staat kaum im Stand, die Landwirtschaft mit rund 3 Milliarden Franken jährlich zu unterstützen. Zum zweiten braucht es die Landwirte gar nicht, um die Wirtschaft sterben zu lassen, das kann diese – zumindest teilweise – ganz gut alleine. Man denke nur an die zahlreichen Konkurse oder die suizidalen Tendenzen im Bankgewerbe. Trotzdem wünschen wir Peter Brügger einen lebendigen Rest-Wahlkampf und ein langes Leben als Kantonsrat.

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