Nach Diesel-Raps kommt der Kunststoff-Härdöpfel

kartoffeln

Bis zur jüngsten Nahrungsmittelkrise galt die Landwirtschaft vielerorts als Hort der lezten Rettung für die Zeit nach der Erschöpfung fossiler Brennstoff-Vorräte. Obwohl das Mütchen der Raps-Opec nun kräftig abgekühlt wurde, arbeiten Forscher bereits an der logischen Fortsetzung dieser Vorstellungen. Aus der renommierten holländischen Landwirtschaftsuniversität Wageningen erreichen uns Neuigkeiten über die Kunststoff-Kartoffel. Laut einer Medienmitteilung haben Forscher eine Kartoffel derart genetisch verändert, dass sie in grösseren Mengen sogenannte Plattformchemikalien wie Itakonäure produzieren. Dabei handelt es sich um einen begehrten Rohstoff für die chemische Industrie, zum Beispiel für die Produktion von Latex und anderen synthetischen Materialien. Die Ziele der grünen Gentechnologen scheinen sich nachhaltig verändert zu haben. Einst pries der ETH-Forscher Ingo Potrykus seine Pflanzenexperimente mit dem Slogan: „Mehr Brot für mehr Menschen“. Heute müsste es wohl heissen: „Mehr Kartoffeln für mehr Strumpfhosen“. Das Problem bleibt aber dasselbe wie bei den Bio-Treibstoffen. Die kleiner werdende Nutzfläche muss eine wachsende Zahl von Menschen ernähren. Wenn nicht alles täuscht, bleibt daneben wenig Platz für die Produktion pflanzlicher Kunsstoffe.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: