Iransichten (3): Farbige Eier schon an Neujahr

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Im Iran beginnt das neue Jahr (Noruz) mit dem Frühjahr. Der erste Tag des nun angebrochenen Jahres 1388 (nach Mohammed) war also nicht der 1. Januar, sondern der 21. März. Gefeiert wird am 20. März und zwar haargenau nach dem astronomischen Kalender, heuer war der magische Moment 15 Uhr 14 und 58 Sekunden. Man besucht oder empfängt Verwandte, isst viel und fein und lässt die Reden von Revolutionsführer und Präsident am TV über sich ergehen. Zum Neujahr gehört obligatorisch das Noruz-Tischchen. Kunstvoll arrangiert liegen und stehen hier zahlreiche Symbole für das neue unverbrauchte und spriessende. Immer dabei sind ein Minibeet mit Weizenkeimen, ein Glas mit Goldfischen, einige rote Äpfel, Kerzen, ein ganzer Knoblauch ein Spiegel und eben – lange vor unserer Ostern – bemalte Eier. Oft findet man auch einen Gedichtband des Nationaldichters Hafez und eine Beige mit neuem Geld, das dann von den Familienältesten mit Neujahrsgrüssen bekritzelt an sämtliche Kinder, Kindeskinder, Verwandte aber auch zum Beispiel den Wachmann in der Tiefgarage verteilt wird. Nach Noruz – bei dem man übrigens als textiler Ausdruck für die Erneuerung immer neue Kleider tragen sollte – haben die Iraner 13 Tage Ferien. Das halbe Land ist dann unterwegs und besichtigt die zahlreichen einheimischen Sehenswürdigkeiten. Ich wünsche auch Ihnen viele schöne farbige Eier und fröhliche Ostern. 

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