Deutschland ist ein kleiner Fisch im GVO-Teich

mais

Dass die deutsche Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner diese Woche den Anbau von GVO-Mais der Firma Monsanto verboten hat, ist einigermassen erstaunlich. Wenn man jemandem einen solchen Schritt zugetraut hätte, wäre dies eher ihre Vorvorgängerin Renate Künast von den Grünen gewesen. aignerAigner dagegen stammt aus dem konservativen bayrischen Hinterland und zeigt sich gerne in der Tracht im Kreise ihrer Wähler (siehe Bild links). Nun dürfte der Druck der GVO-Gegner auf die Ministerin sicher immens gewesen sein, dies allein dürfte aber nicht gereicht haben. Dass ausgerechnet eine CSU-Frau diesen Schritt macht, zeigt, dass der Nutzen von Gentech-Crops zumindest in der Wahrnehmung der risikobewussten Kulturen Westeuropas in keinem Verhältnis steht zu den Risiken. Allerdings sollten sich die Gegner von GVO-Pflanzen nicht zu früh freuen. Deutschland ist mit seinen 3000 Hektaren Bt-Mais im Jahr 2008 ein Mikro-Fisch im Makro-Becken des GVO-Pflanzen-Anbaus. Dies entspricht 0,15 Prozent der gesamten Maisfläche und dementsprechend gering war wohl auch der Widerstand aus der deutschen Landwirtschaft. Ganz anders sind die internationalen Verhältnisse: Weltweit betrug die Anbaufläche im  vergangenen Jahr laut der informativen Website transgen.de 37,3  Millionen Hektaren, das sind 6 Prozent mehr als im Jahr zuvor und 23 Prozent der gesamten Maisflächen. In der EU betrug die mit Bt-Mais bebaute Fläche in den sieben Ländern, die dies erlaubten, gut 100 000 Hektaren, 80 Prozent davon in Spanien.

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