„La rage qui vit“ (2) – Wut trotz Quote in der EU

EU-AGRICULTURE/

Vor enigen Tagen war hier unter dem Titel „La rage qui vit“ über die Wut der Westschweizer Bauern in der postkontingentierten Milchlandschaft zu lesen. Noch etwas deutlicher kam die Wut der Produzenten diese Woche in Brüssel und anderen europäischen Hauptstädten zum Ausdruck. Dabei war in Brüssel zwischen Bereitschaftspolizisten und aufgebrachten Milchproduzenten sogar eine leicht verstörte Kuh im Einsatz. Die europäischen Milchbauern hatten in vielen Ländern in den letzten Monaten Preiseinbussen hinzunehmen, neben denen sich diejenigen in der Schweiz bescheiden ausnehmen. Mir scheint dies ein Indiz zu sein, dass die Probleme in der Schweiz kaum etwas mit der Aufhebung der Kontingentierung zu tun haben, auch wenn es vereinzelte Exponenten gibt, die den Ausstieg für verfrüht halten. Auch die Quote, deren Ende in der EU zwar diskutiert aber wohl frühestens in fünf Jahren vollzogen wird, schützt die europäischen Bauern nicht vom Preissturz. Wenn sie in fünf Jahren dann mit den Turbulenzen des Ausstiegs kämpfen, wird das System hierzulande schon gefestigter sein, das heisst die Produktion wird besser auf die Nachfrage des Marktes reagieren können. Ein unbestreitbarer Standortvorteil. (Reuters/Yves Herman)

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