Kein Witz: Im Kanton Uri wird Wein angebaut

Urner Wein

Ennetbürger Riesling x Sylvaner, Pinot Grigio aus dem Urnerland oder Altdorfer Schaumwein dürften kaum in Ihrem Keller stehen. Die Tropfen sind derart rar, dass sie einem exklusiven Publikum von Eingeweihten vorbehalten sind. Nicht etwa wegen überragender Qualität, sondern weil die Anbaufläche in Nidwalden gut dreissig Aren (3600 Quadratmeter) und in Uri etwas über eine Hektare beträgt. Wie die kantonalen Verwaltungen beider Kantone dieser Tage mitteilten haben sie je ein AOC-Reglement erlassen um ihre Weine, damit sie die klingende Ursprungsbezeichnung auf den Flaschen applizieren dürfen. Wer sich nun mit Grausen und Bange um Steuergelder vorstellt, dass sich Beamte beider Urkantone monatelang über den Reglementen für paar hundert Flaschen gebrütet haben, der täuscht sich. Die Reglemente wuden ausserkantonal von der Luzerner Fachstelle für Spezialkulturen erstellt. Der Gebirgsweinbau ist ein Phänomen, das mit der Klimaerwärmung wohl zunehmen dürfte. Diese Gebiete sind auch ideale Übungsfelder für (Kälte-)resistente Rebsorten wie Solaris und Regent. Es gibt übrigens keinen Schweizer Kanton ohne Weinbau, wie uns diese Homepage lernt. Prost! 

2 Antworten to “Kein Witz: Im Kanton Uri wird Wein angebaut”

  1. Christian Says:

    Das ist ja interessant, dass mittlerweile jeder Kanton auch eigenen Weinbau betreibt. In Deutschland kann das wohl nicht jedes Bundesland von sich behaupten, aber weiß, ich lasse mich da auch gerne eines besseren belehren. Aber wie ist denn nun wohl die Qualität der Weine aus diesen Gebirgsregionen? Dass sie selten sind sagt darüber ja in der Tat erstmal noch nichts aus. Könnte mir aber durchaus vorstellen, dass die auch gar nicht so schlecht sind und vielleicht mit der ein oder anderen Aromaüberraschung aufwarten können.

  2. VLC-Fan Says:

    Schöner Artikel!

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