Wer bauern will, muss Millionär sein

Millionen-Inserat

Wer bauern will, so lautet das landläufige Klischee, der muss Frühaufsteher und ein Krampfer sein, tierfreundlich und flexibel, bescheiden und zufrieden mit einer Woche Ferien jährlich. Ein Aspekt wird kaum je erwähnt: Wer Bauern will, und kein Heimet erben kann, der muss vor allem  solvent sein. Das obenstehende Inserat aus der Bauernzeitung – und es stellt keine Ausnahmeerscheinung dar – ist ein gutes Beispiel dafür. Der 26-Hektaren-Betrieb im Aargau kostet wahrscheinlich mindestens vier Millionen Franken, wenn man alleine an Eigenmitteln zwei „Kisten“ aufbringen muss. Das ist ein unglaubliche Summe für einen Normalbürger, vor allem wenn man bedenkt, dass nach dem Kauf des Anwesens noch beachtliche Investitionen in Fahrhabe und Lebware, wie das so schön heisst, sowie eine ganze Reihe von anderen Produktionsmitteln nötig sind. Dies gilt auch für Pächter, die neu einen Betrieb übernehmen. Darum sage ich immer, wenn mich jemand fragt, warum ich eigentlich nicht längst Bauer sei, sorry, kann ich mir nicht leisten.

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