Aus dem Hinterland an die Weltmarktspitze

DSCF5018Was man auf diesem Bild sieht, ist nicht etwa die Waschküche einer Gross-WG, sondern ein wichtiger Teil der Nematoden-Produktionsanlage von Andermatt Biocontrol. Das Unternehmen im beschaulichen Luzerner Hinterland, das wir mit den Schweizer Agrarjournalisten am Wochenende besucht haben, ist ein Nischenplayer mit Ambitionen auf die Weltmarkt-Leaderstellung. Andermatt produziert Nützlinge, eben beispielsweise Nematoden oder Viren, mit denen im Bio- und IP-Landbau Schädlinge bekämpft werden können. Das System tönt einfach: Man sucht in der Natur auf toten Schädlingen den Organismus, der diesen zu Tod gebracht hat und vermehrt diesen. Mit dem Produkt Madex, einem Virenpräparat, das im Kampf gegen den Apfelwickler zum Einsatz kommt, ist Andermatt in zahlreichen Ländern bereits Marktleader. Denselben Status strebt man für verschiedene Produkte an, insgesamt wolle man auf dem Weltmarkt für ökologische Schädlingsbekämpfungen an die Spitze des Weltmarkts. Die Strategie: „Wir wollen die billigsten sein“. Erstaunlich für eine Firma, die lediglich 80 Mitarbeiter hat und sich unter anderem mit chinesischer Konkurrenz misst. Grösstes Problem ist neben der komplexen Registrierung der Produkte das überraschende Auftreten von Resistenzen bei Viren. Andermatt ist aber intensiv am forschen, so dass beim ersten Vorkommen von resistenten Apfelwicklern sogleich ein neues Produkt nachgeschoben werden kann.  

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