Starke Nischen-Player in taumelnder Branche

Alte Landtechnik2Als langjähriger Mitarbeiter einer – sagen wirs einmal milde – krisentangierten Tageszeitung, staune ich immer wieder über die Standfestigkeit von gewissen Stämmen im sich lichtenden Printpresse-Dschungel. Das Beispiel Tierwelt ist legendär.  Das Organ der Schweizer Kleintierzüchter war zeitenweise so erfolgreich, dass man nicht mehr recht wusste, wohin mit dem Geld. Recht beeindruckt war ich auch, als mir kürzlich der Agrarjournalisten-Kollege Paul Müri die jüngste Ausgabe der „alten Landtechnik“ überreichte. Wenn ich mich richtig erinnere beträgt die Auflage des offiziellen Organs der Schweizer Oldie-Traktoren-Sszene (Eigenwerbung) rund 6000 Stück. Im 68 Seiten starken Blatt finden sich beachtliche 18 Seiten farbige Inserate, ein Wert von dem die etwa gleich dicke „Weltwoche“ nur träumen kann. Allerdings ist auch die landwirtschaftliche Fachpresse nicht gefeit vor gewissen Einbrüchen. So musste der in den letzten Jahrzehnten massiv gewachsene „Schweizer Bauer“ kürzlich einen Leistungsabbau vermelden. Der Erscheinungsrythmus der Beilage Land und Leben wird reduziert, der Online-Marktplatz agri 24 wird aufgegeben und auf die Verteilung der gratis-Messezeitung ExpoExpress verzichtet man künftig ebenfalls.

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