Kürzestferien mit ungebundener Mutterkuhherde

Mutterkühe 1Kürzestferien im tiefen Aargau. Normalerweise weiden hier vor dem Haus die Kühe, gestern abend hörte man nur energisches Muhen. Der Bauer lässt die Kühe an heissen Tagen nur nachts raus, wegen den Fliegen und dem fehlenden Schatten auf der Weide.

Mutterkühe 2Dann gehts endlich raus aus dem Stall. Zielstrebig trottet die vielfarbige Herde ins frisch freigegebene Grün. Ich unterhalte mich kurz mit dem Bauern. Er hat zwar einen Limousin-Muni, aber die Herde ist rassenmässig völlig durchmischt. Es gibt daneben Simmental-, Red-Holstein-, Braunvieh- und sogar noch ein bisschen Eringer-Blut in seinen Tieren. Er ist nicht Mitglied von Mutterkuh Schweiz, wie der zuständige Verband heisst und fährt gut so. Sein wichtigster Erfolgsfaktor ist die enge Zusammenarbeit mit einem Metzger in der Umgebung. Dieser besucht ihn regelmässig und wählt die Tiere aus die er gerne möchte. Er springt auch ein, wenn eine Notschlachtung ansteht und ersetzt so die aufgelöste Vieversicherungskasse. Das Beispiel zeigt: Enge, informelle und kleinräumige Zusammenarbeit zwischen Landwirten und Verarbeitern kann für beide lukrativer sein als das Mitmachen in riesigen Strukturen, wo die Bauern manchmal eher am Schluss des Umzugs gehen (wo sie dann die Hunde beissen), statt gleichwertige Partner zu sein.

Mutterkühe 3

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