Zahmer Lobbyist im selbst verschuldeten Offside

Hansjörg WalterBauernverbandspräsident Hansjörg Walter gibt gerne den elder statesman. Seit seinem Verzicht auf die Wahl in den Bundesrat hat er in der nationalen Politik an Profil gewonnen und gilt gemeinhin als Mann mit Augenmass, der zugunsten des Allgemeinwohls auf eigene Profilierung verzichtet. Als dann kürzlich das Interims-Präsidium der neuen Branchenorganisation Milch (BOM) zu besetzen war, warf sich der Thurgauer sofort in die Bresche. Dabei hat er wohl übersehen, dass er sich damit als Bauernlobbyist aus dem Spiel nimmt. Man kann nämlich nicht gleichzeitig den Vermittler geben und für die Interessen einer der Konfliktparteien kämpfen. Diese Tatsache muss Walter nun ein erstes Mal schmerzhaft zur Kenntnis nehmen. Die Milchpreise sind trotz BOM wie erwartet weiter in freiem Fall und in der Basis gärt es. Dies machen sich Walters SVP und die bäuerliche Opposition zu Nutzen. SVP-Präsident Toni Brunner ist kürzlich gemeinsam mit den Parteikollegen Ernst Schibli und Josef Kunz (Bäuerliches Zentrum) sowie Martin Haab von Big-M vor die Medien getreten und hat symbolträchtig zum Bauernaufstand Ende August in Sempach aufgerufen. Derweil muss Walter den Mund halten, weil er als BOM-Präsident nicht Partei ergreifen darf. Offenbar hat sich der Schlichter nicht nur an der bäuerlichen Front, sondern auch innerhalb der eigenen Partei ins selbst verschuldete Offside manöveriert. (Bild www.hansjoerg-walter.ch)

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