Dem Mostbröckli droht Bündnerfleisch-Schicksal

Mostbröckli vor MatterhornDas Appenzeller Mostbröckli ist eine feste Grösse auf dem Trockenfleisch-Buffet. Hier sieht man es grad vor der Salami unterhalb des Matterhorns. Wie ich aus der Fachpresse entnehme, soll es nach dem Willen der Appenzeller Metzger nun bald auch aus ausländischem Fleisch stammen dürfen. Ein Hohn, auch wenn es mit dem Bündner Fleisch bereits einen traurigen Präzendenzfall gibt. Umtriebige Bündnermetzger führen den Konsumenten seit Jahren hinters Licht, indem sie südamerikanisches Rindfleisch trocknen und dann zu horrenden Preisen als Bündnerfleisch (links vom Mostbröckli) verkaufen. Dass dies im Zeitalter von Swissness in aller Munde noch möglich ist, erstaunt mich immer wieder. Deshalb will ich an dieser Stelle etwas Werbung machen für einen Anlass, bei dem echte Regionalprodukte zum Zug kommen. Die Genuss 09 ist eine Veranstaltungsreihe von „Das Beste aus der Region“. Dies ist ein Zusammenschluss von Regionalmarketing-Plattformen wie Ämmitaler Ruschtig, Echt Entlebuch und Natürlich Nidwalden. Bis 6. September führen die Regionalvermarkter zahlreiche Veranstaltungen durch, bei denen die Regionalprodukte im Vordergrund stehen, vom Röstiplausch bis zum Grasskirennen mit Regionalprodukte-Verpflegung. Eine schöne Gelegenheit für ein Reisli in unbekanntes Gebiet, liebe Zürcher und Ostschweizer, garantiert ohne Pseudo-Bündnerfleisch. Das Programm gibt es hier. (Bild www.swiss-meat.com)

2 Antworten to “Dem Mostbröckli droht Bündnerfleisch-Schicksal”

  1. mds Says:

    Beim Bünderfleisch frage ich mich auch, inwiefern eine geschützte geografische Angabe sinnvoll ist, wenn das Fleisch dann doch nicht aus diesem Gebiet stammt … wie vielen Konsumenten wohl bewusst ist, dass sich die Herkunftsangabe beim Bündnerfleisch lediglich auf die Herstellung bezieht?

  2. metzger Says:

    im jahre 1986 arbeitete ich als metzger im kanton st. gallen, bei einem ausflug zur grischuna wurde uns díe herstellung von bündnerfleisch gezeigt und erklärt.

    schon damals war das bündnerfleisch für den export nicht von schweizer tieren.

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