Le loup est mort (au Valais) – vive le loup

Müder WolfDiese Woche war es wieder einmal so weit. Im Wallis wurde ein Wolf abgeschossen. Er hatte ein paar Schafe zuviel gerissen und musste deshalb dran glauben. Das ist hierzulande unterdessen business as usual. Man lässt ihn ein bisschen leben, den Wolf, aber sobald er seiner angestammten Tätigkeit nachgeht, muss er gehn. Diese Politik ist inkonsequent. Entweder man entscheidet sich, wir dulden wieder Wölfe in der Schweiz und nehmen die Auswirkungen in Kauf oder dann beschliesst man, dass der Wolf in der dicht besiedelten Alpenrepublik keinen Platz hat. Wölfe sind wie Bären nicht einfach der Zuckerguss für die Wildtierstatistik, sondern Raubtiere, die Schafe reissen, wenn man sie lässt. Genau hier liegt das Problem. Es gibt immer noch zuviele Schafhalter, die das Gefühl haben, man könne die Tiere wochenlang unbeaufsichtigt sich selber überlassen. Dass diese Leute vom Bund dann noch entschädigt werden, wenn ihre unbehüteten Tiere dem Wolf zum Opfer fallen, ist völlig daneben. Wenn einer ohne Helm auf dem Töff erwischt wird, erhält er auch keinen Obulus aus der Staatskasse, im Gegenteil. Langsam scheint sich jetzt etwas zu tun. Laut Tages-Anzeiger haben im Val d’Illiez, wo der Wolf geschossen wurde, 9 von 17 Schafalpen auf Herdenschutzhunde der Rasse Patou umgestellt (Bild unten). Diese bewachen die Tiere ohne menschliche Begleitung. Hirten im Hundepelz, quasi. Vive le loup.  (Bilder fullmoons.ch; Ariège-Photos)

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