Die dunkle Seite des Safari-Vergnügens in Afrika

MassaiEin frecher Kerl hat kürzlich geschrieben, Blogger könnten ja nur dank der von bezahlten Medien gelieferten DNA existieren und seien deshalb vor allem Plagiateure. Das ist eine schamlose aber nicht vollkommen falsche Unterstellung. Heute zum Beispiel bedienen wir uns der Arbeit eines Kollegen vom Observer, auch weil uns grad die Mittel fehlen, um eine Recherchierreise nach Tansania zu unternehmen. Alex Renton hat  eine hervorragende Reportage über das Schicksal der dort lebenden Stämme des Hirtenvolks der Massai geschrieben. Sie sind Opfer eines klassischen Zielkonflikts. Der Staat ist angewiesen auf Deviseneinnahmen, unter anderem aus der Tourismusindustrie. Er schützt die Wildtiere und deren Lebensraum und schafft Nationalparks oder überlässt riesige Gebiete ausländischen Investoren, die dort Safaris (siehe z.B. Kuoni) oder Lustreisen für arabische Upper-Class-Touristen organisieren. Derweil nimmt der Lebensraum der Massai ständig ab. Begonnen hat ihre Einengung schon 1959, als die englische Kolonial-Regierung die Serengetiebene zu einem menschenlosen Reservat umwandelte. Den Massai boten sie dafür das entlegenes vulkanisches Hochland von Ngorongoro an, von wo sie aber 1973 erneut vertrieben wurden. Der Artikel zeigt, dass das Wohlergehen der Wildtiere, beziehungsweise des darauf basierenden Tourismus, höher gewichtet wird, als dasjenige der seit Ewigkeiten angesiedelten Menschen. (Bild Observer/Caroline Irby)

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