Milchkrise(1): Die riskante Kraft der Symbolik

EUROPE-DAIRY/PROTESTSDas ist nicht Reklame für den Güllefass-Hersteller Joskin sondern ein Bild vom gestrigen Protestanlass von europäischen Milchbauern in Belgien. Auf einem Feld haben sie im Rahmen eines weiteren Milchstreiks 3000 Tonnen Milch versprüht. Eine Aktion mit starker Symbolik und grossem Aufmerksamkeits-Potenzial. Es ist nicht die erste dieser Art, beim Milchstreik im vergangenen Jahr haben Schweizer Bauern ein paar Kannen Milch in einen Fluss oder ins Gülleloch geleert und in Holland füllte ein Bauer seinen Garten-Pool mit Milch (s. Bild unten). Solche Aktionen sind eine Gratwanderung und sollten wohl eher zurückhaltend eingesetzt werden. Die Bauern beteuern immer wieder, wie wertvoll das Lebensmittel Milch ist und sind empört, wenn sie im Laden weniger kostet als Coca-Cola. Ob die Konsumenten es dann verstehen, wenn derselbe gepriesene Rohstoff auf Feldern, im Güllekasten oder im Pool landet, ist mehr als fraglich. Die alte Esstisch-Regel wonach man mit Lebensmitteln nicht spielt, sitzt wohl tiefer im europäischen Durschnittsbürger, als mancher meint. Umso mehr als dass er sich in seiner Funktion als Steuerzahler den Absatz der Milch jedes Jahr einiges kosten lässt. (Bilder Reuters/Yves Herman; EPA/Koen van Weel)

Holland

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