Die Schafzüchter machen am falschen Ort Lärm

In Bern hat heute die Schafhalter-Lobby gegen den Wolf demonstriert. Supportiert von Walliser Politikern haben die Kleintierhalter mit viel Trara und dumpfen Sprüchen (siehe Bild) zum Halali auf den vierbeinigen Feind geblasen. Dies ist etwas dreist, denn  es ist erst gut eine Woche her, dass der Bundesrat den Schafzüchtern die Hand gereicht und angekündigt hat, dass er den Wolf vom streng geschützten zum lediglich geschützten Raubtier abklassieren will. Nun will die Schaf-Lobby mit Schockbildern von gerissenen Tieren für die totale Ausrottung des Wolfs kämpfen. Ähnlich wie beim Zigarettenpäckli werden der Wildtierkalender und das Wolfbuch wohl künftig nur noch mit Warnbildern versehen in den Regalen liegen sollen. Dabei liegt das Problem ganz woanders. Nämlich darin, dass viele Schafhalter immer noch das Gefühl haben, sie könnten ihre Tiere unbeaufsichtigt den ganzen Sommer lang im Gebirge weiden lassen und im Herbst alle Schäflein wohlbehalten wieder in die Ställe treiben. Wer nicht bereits ist, einen Hirten oder mindestens ein paar Hütehunde zu finanzieren, der soll auch künftig mit Verlusten rechnen müssen. Statt auf dem Bundesplatz würden die Schäfeler lieber um ihre Herden herum etwas Lärm machen, um den Wolf von den Hälsen ihrer Tiere fernzuhalten. (Bild EQ Images/Manuel Zingg)

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