Brazil Beef im Migros – ein M klimafeindlicher

Unsere beiden orangen Gross-Grossverteiler brüsten sich ja gerne und vollmundig mit ihrem Engagement zugunsten der Umwelt. Auch in den Tagen vor der Kopenhagener Klimakonferenz sind die Seiten der beiden Gratis-Blätter aus den Häusern Coop und Migros fast übergequellt mit besorgten Berichten über den Zustand der Erd-Atmosphäre. Guter Grund also, die Umweltapostel unter den Detailhändlern beim Wort zu nehmen. Das obenstehende Bild habe ich heute abend im Migros (Werbespruch: „Ein M besser“) am Zürcher Limmatplatz. In Aktion gibt es dort zurzeit brasilianische Rindshuft. Klimafeindlicher gehts kaum. Das Fleisch stammt von Tieren, die häufig auf ehemaligen Regenwaldflächen geweidet und/oder Soja gefressen haben die auf ebensolchen angebaut wurde. Die Regenwald-Abholzung des CO2-absorbierenden Regenwalds ist eine der wahrscheinlichen Hauptursachen für den Klimawandel. Später wurde das Fleisch in die Schweiz geflogen, was seine CO2-Bilanz auch nicht eben aufpolieren dürfte. Direkt daneben gabs dann auch noch eine Aktion für konventionelles Schweizer Rindshackfleisch. Dieses stammt nicht von der Weide sondern aus Ställen, wo ebenfalls häufig mit Brazil-Soja zugefüttert wird. Dies alles ist nicht verboten. Aber man soll nicht ständig mit dem Ökomäntelchen in der Gegend herumstolzieren, wenn man darunter ein paar M klimafeindlicher agiert.

Eine Antwort to “Brazil Beef im Migros – ein M klimafeindlicher”

  1. norendods Says:

    Fantastic, I didn’t know about this topic up to now. Thankz!

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