Verfängliches Tierschutz-Signal der Bauern

Am 7. März stimmt das Volk über die Tieranwalts-Initiative ab. Die Initianten möchten vorschreiben, dass in jedem Kanton ein solcher juristischer Beistand für das Wohl der Haus-, Hof und Wildtiere angestellt wird, wobei die Kantone auch übergreifend gemeinsam einen Anwalt anstellen dürfen. Heute hat der Schweizerische Bauernverband wenig überraschend kundgetan, dass er gegen die Initiative ist. In der Medienmitteilung heisst es, die Schweiz habe beim Tierschutz eine Vorreiterrolle, das entsprechende Recht zähle zu den strengsten weltweit und der strenge Vollzug sorge dafür, dass die Einhaltung der Vorschriften gewährleistet sei. Zudem fürchtet man beim SBV, dass die Kosten den Steuerzahler zu stark belasteten. Einmal abgesehen davon, dass der Verband einen Berufsstand vertritt, der die Steuerzahler alles andere als verschont, ist die Parole aus Brugg nicht gerade von grosser Weitsicht geprägt. Natürlich gibt es gute ordnungspolitische Argumente gegen die Initiative, aber aus Bauernkreisen ist das kein günstiges Signal an die Konsumenten und Stimmbürger. Wenn man überdies weiss, wie hoch und tobend die negativen medialen Wellen nach Tierschutz-Vorfällen gehen, sollte es auf die paar hunderttausend Franken mehr für die Anwälte nicht ankommen. Das ist gut investiertes Geld zur Bekämpfung der schwarzen Schafe unter den landwirtschaftlichen Tierhaltern. Dies mögen wenige sein, aber sie schaden dem Bauernstand überdimensional. (Bild LID)

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