Unsere kleine Farm: Heissen die USA bald CSA?

An den USA lassen viele hierzulande kein gutes Haar. Die Vorurteile sind weit verbreitet: Amerika ist eine böse, dumpfe und ultrakapitalistische Wirtschaftsmacht, bewohnt von immer fetter werdenden Leuten, die die Welt mit Retorten-Musik, Killer Games, Hormon-Fleisch und Junk-Food überziehen, während die Armen immer ärmer werden. Dies ist etwa der Tenor, der häufig in Diskussionen vorherrscht, und dies nicht etwa nur beim Büezer am Stammtisch. Sicher ist das alles nicht ganz falsch, aber dabei geht gerne vergesen, dass die USA nach wie vor das weltweite Innovations-Zentrum sind. Das gilt auch für die Landwirtschaft. Und zwar nicht nur für Entwicklung und Handel von GVO-Pflanzen, sondern auch für alternative Produktionsformen. Während Community Supported Agriculture (CSA) in der Schweiz langsam zum Thema wird, gibt es in den USA weit über 10 000 Betriebe dieser Art. Zum Beispiel die Applecheek-Farm, von wo das Bild stammt. CSA nennt man die Produktion unter stärkerem Einbezug der Produzenten. Die Kunden kaufen nicht nur auf dem Betrieb ein, sondern beteiligen sich oft auch als Genossenschafter und Teilzeit-Mitarbeiter an der Herstellung ihrer Lebensmittel. Einen Eindruck von der Vielfalt vermittelt die Website Local Harvest. Dazu der Hinweis auf zwei Schweizer Genossenschafts-Projekte. Cocagne betreibt schon über 25 Jahre CSA in der Region Genf, Ortoloco mietet seit kurzem ein Feld in Dietikon und sucht Leute, die sich engagieren wollen. Die Schwellen fürs Mitmachen sind nicht eben tief. Ein Gemüseabo für 2 Personen kostet bei Ortoloco etwa 900 Franken pro Jahr, dazu muss man je einen Anteilschein von 250 Franken zeichnen und vier Halbtage pro Jahr mitarbeiten. (Bild Applecheek-Farm)

2 Antworten to “Unsere kleine Farm: Heissen die USA bald CSA?”

  1. Community Supported Agriculture « Qualitätskommunikation Says:

    […] Beitrag über amerikanische CSA-Initiativen hat der Journalist und Blogger Adrian Krebs geschrieben. Er lenkt die Aufmerksamkeit auch darauf, […]

  2. Community Supported Agriculture - QualitätskommunikationQualitätskommunikation Says:

    […] Beitrag über amerikanische CSA-Initiativen hat der Journalist und Blogger Adrian Krebs geschrieben. Er lenkt die Aufmerksamkeit auch darauf, […]

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