USA(2): Straight Story for Landscapefreaks

Gestern beim DVD-Abend eine Entdeckung: „Straight Story“ von David Lynch aus dem Jahr 1999. Der 73-jährige Alvin hat seit Jahrzehnten nichts mehr mit seinem Bruder Lyle zu tun. Zerstritten wie die beiden sind, meiden sie sich, so gut es geht. Nun erfährt Alvin, dass Lyle einen Schlaganfall hatte und macht sich auf den Weg zu ihm. Dem steht einiges im Wege: Alvin hat keinen Fahrausweis und hasst Busfahren. Also macht er sich mit seinem Rasenmähtraktor auf den Weg. Mit dem ersten antiken Modell scheitert er nach wenigen Kilometern, also kauft er sich kurzentschlossen eine John-Deere-Occasion. Im Anhänger führt er eine Matraze, Diesel und Wienerli mit. Das beschauliche Roadmovie über Alvins zweimonatige Minitraktorfahrt ist eine Lektion (in Alterweisheit), eine Augenweide (Lynchs Kamerafahrten über die Maisfelder von Iowa im Sonnenuntergang) und eine Entdeckungsreise (das amerikanische Hinterland und seine Einwohner). Kann ich nur empfehlen. Der Film über diese wahre Geschichte läuft heute abend zufälligerweise auf Bayern 3 (um 23.45). Für alle die, denen das zu spät ist, oder die dies zu spät lesen, gibt es nichts anderes als den straighten Weg in die nächste Videothek oder zum Internet-DVD-Händler.

2 Antworten to “USA(2): Straight Story for Landscapefreaks”

  1. Ulrich Says:

    Einer meiner Lieblingsfilme. Einfach Straight. Danke.

  2. rolandwyssaerni Says:

    Genau, sehr schön…!
    Ist der Lieblingsfilm von Familie Wyss-Aerni (auch des Nachwuchses)

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