Cownames: Blüemli heisst jetzt Manitou Highlight

Früher hiessen Kühe Blüemli, Kroni, Irma oder wenns ganz exotisch kam Olga. Heute ist das alles anders. Beim Kuhnamen will jeder Emmentaler Züchter ein bisschen Kanadier sein. Ein paar Beispiele von der bernischen Eliteschau an der Bea gefällig? Käthi Hofer aus Oberdiessbach präsentierte Joyboy Rosalina (siehe Bild oben), Ruedi Megert aus Affoltern kam mit Bokassa-ET Salsa an die Cowshow und der Truber Bub Ueli Aeschlimann fuhr mit Manitou Highlight auf. Das tönt dem Züchter wie Musik in den Ohren aber mich dünkt das nicht grad eine glückliche Entwicklung, vor allem weil plötzlich die meisten Kühe als erstes einen Stierennamen (den des Vaters) im Namensverzeichnis führen. Grund dafür ist, dass man mit dem Stierennamen einem potenziellen Käufer imponieren kann. ET übrigens steht dabei nicht etwa für Extraterrestrial, sondern für Embryotransfer, was wiederum darauf hinweist, dass das Tier auch mütterlicherseits mit besonders rarem Erbgut ausgestattet ist. Besonders renommierte Züchter setzen als Krönung dann auch noch ihren Familiennamen an die Spitze. Das ist zum Beispiel der Fall bei Hirsbrunners Rampage Giovanna oder Abbühls Falcon Whitney. Hier kann man den Züchtern ja nicht viel vorwerfen, wahrscheinlich dürften sie die zahlreichen Kevin Mosers und Vanessa Müllers inspiriert haben, die sich heute in den emmentalischen Kindergärten tummeln. (Bilder „Schweizer Bauer“)

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