Aschis biodiverse Jager und Sauen haben Schwein

Generalversammlung der Schweizer Agrarjournalisten in Aeschi SO. Das Thema lag auf der Hand: Biodiversität, der heuer ein Sonderjahr gewidmet ist. Wir tagen auf dem Burghof von Ernst (im Bild), Marianne und  Sohn Samuel Aeschlimann. Ihre zwei wichtigsten Standbeine: Ein Riesenfest namens Burghofnacht im Juli und Schweinezucht mit 70 Sauen. Die Jager, so heissen im Jargon die 20 Kilo schweren mastbereiten Jungschweine, vermarkten Aeschlimanns im Kanal des Migros-IP-Labels Terrasuisse. Für Ernst ist das Tierwohl eine Herzensangelegenheit und Teil der Biodiversitätsstrategie. Schwein gehabt, wenn man als Sau so leben darf. Die Galttiere haben einen Laufstall mit Weide zur Verfügung, die Muttersauen hausen mit ihren Ferkeln in eingestreuten Buchten mit Auslauf und die Jager in einem Mehrflächen-Offenfrontstall. Wer meint, Schweine müssten einfach stinken, der soll mal bei Aschi, wie ihn männiglich nennt, eine Nase voll nehmen. Es riecht ein bisschen, aber selbst an einem Hitzetag wie gestern herrscht in den Ställen ein Klima, das verglichen mit den Schweineställen, die ich bisher besucht habe, wie Bergluft anmutet. Aschi ist kein Phantast. Trotz Bemühen um möglichst tierfreundliche Haltung, muss die Kasse stimmen. Das tut sie. Unter anderem dank RAUS-Beiträgen des Bundes und der Terrasuisse-Labelprämie, aber auch weil er beim Stallbau auf Selbsthilfe setzte. Die von Unternehmern offerierten 14 000 Franken pro Sauenplatz hat er dank eigenen Ideen und einfacher Bauweise auf 7300 Franken reduziert.

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