Fleischproduzenten sitzen im Swissness-Glashaus

„Wer nicht im Glashaus sitzt, der werfe den ersten Stein“, so geht das alte Sprichwort. Und es kam mir letzte Woche in den Sinn als ich mit IP-Bauern über die Swissness-Vorlage des Bundesrats diskutiert habe. Aber der Reihe nach. Das Schweizerkreuz-Schutzprojekt verlangt für verarbeitete Lebensmittel wie zum Beispiel Güetzi einen Mindestanteil von 80 Prozent Rohstoffen aus der Schweiz, sofern das weisse Kreuz auf rotem Grund die Packung zieren soll. Die Vorlage ist heftig umstritten. Die Lebensmittelbranche verlangt eine Senkung des Anteils auf 60 Prozent, weil sie die Rohstoffe in der Schweiz gar nicht im nötigen Umfang auftreiben kann, zumindest nicht zum Preis mit dem sie kalkulieren. Demgegenüber ist die in der Landwirtschaftskammer vereinigte Bauernschaft eine feurige Befürworterin dieser scharfen Vorschrift. „Für die Schweizer Landwirtschaft ist klar: ‚Wo Schweiz drauf steht, müssen auch grossmehrheitlich Schweizer Rohstoffe drin sein'“, heisst es in einer Pressemitteilung mit dem lustigen Titel „Swissness: Hier geht es um die Wurst!“ vom Februar. Und nun zurück zum Glashaus. Was den Bauern Sorgen macht, mit denen ich sprach: In Schweizer Fleisch steckt zirka 50 Prozent ausländisches Futter. Nicht unbedingt die ideale Basis um dem Güetziproduzenten vollmundig 80 Prozent Inland-Getreide vorschreiben zu wollen… 

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