Coop, Migros und ihre Preisstatistik-Spielchen

Diese Ausrisse aus den Blättchen unserer Grossverteiler beweisen wieder einmal die alte Weisheit, dass die Statistik jeder so interpretieren kann, dass sie zu seinen Gunsten ausfällt. Während Coop einen Warenkorb mit 2200 Artikeln beobachten liess, sind es bei der Migros deren 40. Nachdem sie sich jahrzehntelang gemütlich eingerichtet hatten im Schweizer Detailhandels-Oligopol, sind beide plötzlich schauderhaft erpicht, primär als der Billigere und darüber hinaus als der Ökologischste und der Regionalste zu gelten. Dazu zum Schluss noch eine kleine Beobachtung aus der Migros am Zürcher Limmatplatz vom vergangenen Samstag: In den Aktionstruhen beim Eingang liegen Rinds-Nierstücke aus Brasilien („Hergestellt in der Schweiz mit Fleisch aus siehe Zusammensetzung“, dort, hinten auf der Packung im Kleingedruckten das Herkunftsland) für happige 64 statt exorbitante über 90 Franken das Kilo, Schweins-Halsbraten aus Deutschland und Poulet-Geschnetzeltes ebenfalls aus Brasilien, en Guete.

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