Kleines Augenmerk auf grossen Ohrmarken

Als es früher ein Kalb zu markieren galt, kam der Zuchtbuchführer mit dem Töffli angebraust – jedenfalls im Emmental war das so – und stanzte dem Jungtier eine schöne goldene Marke, etwa so gross wie ein Zweifränkler, ins Ohr. Heute ist das alles anders. Auf einer Wanderung im Toggenburg ist mir unter anderem dieses Kalb begegnet. Ich gebe es zu, es war ein kleines. Aber die Grösse der Plakette, die man heute per Post von der Tierverkehrsdatenbank erhält, wirkt vollkommen überdimensioniert, auch weil das ganze noch mal zwei, damit im Fall des Verlusts die Identifikation sichergestellt ist. Das sieht ähnlich grotesk aus, wie wenn man am Fahrrad zwei Auto-Nummernschilder montieren müsste. Zudem sind die ID-Schilder so sperrig, dass sie oft irgendwo anhängen und ausgerissen werden, was dann zu hässlichen Rissen in den Ohren führt. Gut, man muss einräumen, dass die proportionale Grösse der Schilder anders als bei einem Fahrrad infolge Wachstums beim Tier abnimmt (wie man bei unten stehendem Grauvieh-Rind gut sieht). Trotzdem frage ich mich, ob es nicht an der Zeit wäre, die signalfarbenen Kuhschilder allmählich durch einen Chip zu ersetzen, ähnlich wie bei den Hunden.
  

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