Sommaruga – Kritische Kampfgenossin der Bauern

Wenig überraschend nimmt in Bälde eine Konsumentenschützerin im Bundesrat Einsitz. Zwar übernimmt sie wohl eher das Verkehrs- als das Landwirtschaftsministerium; aber wo auch immer, Simonetta Sommaruga wird kaum zögern, ihren Einfluss in der Landwirtschaftspolitik geltend zu machen. Das schadet nicht. Sommaruga ist eine kritische Freundin und Kampfgenossin der Bauern. Das Gentech-Anbaumoratorium kam nur dank der Allianz zwischen Bauern- und Konsumentenorganisationen zustande. „Konsumenten und Produzenten haben gemerkt, dass sie am Anfang und am Ende der gleichen Kette stehen und deshalb viele gemeinsame Interessen haben“, sagte die Neo-Bundesrätin 2008 an einer bäuerlichen Tagung in Langenthal. Dort bezweifelte sie auch, gewitzigt aus den Erfahrungen, dass ein EU-Agrar-Freihandelsabkommen zu tieferen Preisen für Konsumenten und Bauern führen wird. Höchste Zeit, dass in der Regierung endlich mehr Druck auf die Import-Kartelle und Margen-Barone (sie gehören zum Teil den Bauern selber…) ausgeübt wird. Nur Streicheleinheiten wird die Ministerin allerdings nicht bereithalten. Sie schaut genau hin und kritisiert ungeniert. In einem Interview mit dem Landfreund sagte sie beispielsweise vor Jahresfrist auf die Frage nach dem Sinn eines Milchpools: „Wenn sich Bauern organisieren und damit den Wettbewerb ausschalten, muss dies unbedingt freiwillig geschehen. Sonst besteht die Gefahr, dass die innovativen Bauern zurückgebunden werden“. Affaire amicale à suivre… (Bild Keystone/Monika Flückiger)

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