Türkeindrücke: Verlorene M-Tochter, mit i-Punkt

Dieser Tage in der Türkei nicht schlecht gestaunt. Auch hier gibt es die Migros. Das Logo ist auf den ersten Blick identisch, auf den zweiten Blick zwei kleine Unterschiede: Es ist grafisch noch unaufgefrischt und hat einen i-Punkt. Auch sonst findet man in den Filialen viele Parallelen: Zahlreiche Eigenmarken, die prägnante Zurschaustellung des Ms als Erkennungsmerkmal und irgendwo ein Apparat, der Aufschluss über den Kontostand auf der Kundenkarte namens Bu-Kart gibt. Nun, Zufall ist das alles natürlich nicht. Wikipedia belehrt mich, dass Migros Türk eine ehemalige Tochter des Duttweiler-Imperiums ist. 1974 hat sie sich zwanzigjährig abgenabelt, um sich unter dem Dach der türkischen Koç-Gruppe prächtig weiterzuentwickeln. Heute verfügt man über gut 1000 Filialen in der ganzen Türkei. Das Auslandengagement ist ähnlich wie bei der nur noch schleppend wachsenden Schweizer Mutter redimensioniert worden. Man unterhält gemäss der Firmenwebsite derzeit noch 25 Läden jenseits der türkischen Grenzen, vorwiegend in Kleinasien. Emanzipiert hat sich die verlorene Tochter übrigens auch in der Alkoholfrage. Migros Türk schenkt aus, nicht zu knapp. Wobei, die Mutter hat ja unterdessen auch angefangen. Sie trinkt allerdings nur heimlich, aber schlecht kaschiert (seit der Aquirierung der alkoholhaltigen Töchter Globus und Denner).

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