Nichts zu brüten: Im Feld fehlts an Vogelschutz

Das Bafu hat heute die Rote Liste der Brutvögel samt Bericht veröffentlicht. Das Fazit ist laut der Medienmitteilung klar: Gegenüber der letzten Publikation vor zehn Jahren hat sich die Situation „nicht grundlegend verbessert“. Von den 200 Arten sind immer noch 40 Prozent als gefährdet eingestuft. Dazu trägt auch die Landwirtschaft bei, die im Bericht nicht sonderlich gut wegkommt: „Arten der Roten Liste finden sich in allen Lebensräumen“, heisst es im Bericht, „der Anteil der gefährdeten Arten ist jedoch in den Feuchtgebieten mit 68 Prozent der Arten auf der Roten Liste am höchsten, gefolgt vom Kulturland mit 45 Prozent. “ Und weiter: „Es ist ein klarer Hinweis darauf, dass die Probleme für die Vögel der Landwirtschaftsgebiete und Feuchtgebiete besonders akut sind“. Typische Beispiele für Vögel die im Landwirtschaftsgebiet leiden: Der Kiebitz (vom Aussterben bedroht, Bild oben), das Braunkehlchen (Kategorie verletzlich, Bild links) und die Feldlerche (Kategorie potenziell gefährdet, unten). Einer der Hauptgründe für die Probleme im Feld: intensivere Wiesennutzung. Das Problem liesse sich zum Beispiel bei der Feldlerche relativ einfach beheben: Man lässt auf dem Acker oder in der Kunstwiese ein paar Quadratmeter brach liegen uns schafft so die ideale Brutfläche. Der ökonomische Verlust ist gering, der imagemässige Gewinn umso grösser. Derartige Ansätze stecken in der Schweiz leider noch in den Kinderschuhen. (Bilder Vogelwarte Sempach, birdlife.de, Rolf Gleitsmann/fotocommunity.de)
 

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