Sibylles neuer Trend: Landloses Jungzüchten

Generationen von Mädchen und ein paar Buben machen und machten es: Rösselen, wie man auf Berndeutsch so schön sagt. Jede freie Minute im Pferdestall, striegeln, Ross tätscheln und vor allem Reiten. Nun kommt ein neuer Trend. Ihm zu Gemutter steht Sibylle, die Tochter eines guten Freundes. Sie hat sich – obschon nicht auf einem Bauernhof lebend – zur Konfirmation ein Kalb gewünscht und hat Paz Azul erhalten. Was für ein schöner Name neben all den Meier Manitou Ottawas, Binggeli Starbuck Ninjas und wie die Kühe heute noch so heissen. Paz heisst aber nicht nur schön, sie hat auch einiges drauf. Erste Auszeichnungen sind vom Kalb aus gutem Haus bereits eingefahren (siehe Bild unten), weitere werden folgen. Sibä, wie sie von ihren Freunden genannt wird, heimst aber nicht nur Preise ein, sie setzt auch – wie schon erwähnt – einen neuen Trend: Das landlose Jungzüchten. Ich bin überzeugt, so manch ein Stadtkind wäre mit der Betreuung und Vorführung eines Kalbs in einem nahen Stall besser unterwegs, als mit pausenlosem gamen. Zudem erhalten Landwirte mit den Pensionskälbern eine neue Einkommensquelle. Die nächste Gelegenheit übrigens, Paz Azul live zu sehen: Der Brown Swiss Junior Contest am 12. Februar in Cazis.
    

3 Antworten to “Sibylles neuer Trend: Landloses Jungzüchten”

  1. Plies Says:

    Kuhles Modi, kuhles Rind, kuhler Trend, kuhler Blog!
    Plies

  2. Martina Says:

    Gratuliere zum überaus tollen Blog!

    Etwas zu PAZ: Das Rind heisst ja mit richtigem Namen suissegfeller Vigor PAZ Azul. Naja, so wirklich anders als Meier Manitou Ottawa tönt das ja nicht. ‚Sibä‘ gratuliere ich zu ihrem tollen Hobby! Super!

    Noch was zum Blogger: Wenn ich mir das tadellos enthornte, fönfrisierte und lackierte Guschti betrachte, erlaube ich mir die etwas kritische Frage, was den der Blogger jetzt genau meint, wenn er in diesem Blog an anderer Stelle wert auf behörnte Bio-Kühe legt.
    Weiter gehe ich mal nicht, denn sonst käme man schon bald ins Grübeln, angesichts der Tatsache, dass suissegfeller Vigor PazAzul heimatberechtigt ist im Stall des obersten Verbandsbosses der Milchproduzenten, jenes Verbandes also, der im Kampf um bessere Milchpreise seit 2 Jahren nur noch mit dem Rücken zur Wand steht. Ist da landloses Züchten schon bald eine wirkliche Alternative

  3. adriankrebs Says:

    Danke Martina für Blumen, saubere Namensrecherche und kritische Frage. Natürlich wäre mir Paz noch lieber mit Horn, aber man kann selbst als Freund der behornten Kuh nicht päpstlicher sein als der Papst, zum Trost garantiere ich Dir das Auftauchen weiterer Hornkühe, demnächst auf diesem Blog…

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