Grüne Woche (5): Der weisse Trüffel des Elchs

Es wird ja schon so allerhand Getier gehalten in der modernen Landwirtschaft. Aber einer Elchfarm ist mir jetzt noch nie über den Weg gelaufen, bzw. ich ihr. Am vergangenen Samstag war es soweit. In Berlin stellt Thomas Golz aus dem brandenburgischen Schenkenberg seine skandinavischen Grosshirsche aus. Deren Zucht sei kein einfaches Unterfangen, erzählt er im Gespräch. So muss man den Elchen unter anderem Holzstämme anschleppen, damit sie die Rinde – eines der Hauptnahrungsmittel – abknabbern können. Die obenstehenden drei Kälber hat er als Waisen aus Tiergärten übernommen und sie dann mit der Flasche aufgezogen, schon das sei eine Wissenschaft für sich und der Elch ein äusserst heikles Tier, wie man hier nachlesen kann. Nicht umsonst ist Golz der einzige in Deutschland, der sich an deren Haltung gewagt hat. Acht Stück sind es gegenwärtig. Die Salami, welche der Elchwirt im Angebot hat stammt aber nicht von seinen Tieren, sondern aus importiertem skandinavischem Fleisch. Er würde seine Elche nie metzgen: „Die kriege ich nicht togeschossen“, sagt er in seinem schönen Dialekt. Zu wertvoll sind die Tiere, man kriege bis zu 5000 Euro für ein rechtes Kalb, tot ist es aber nur noch 400 Euro wert. Golz will nun in die Käseproduktion einsteigen. Das Kilo Elchkäse werde derzeit für 540 Euro gehandelt, berichtet der Bauer. Derzeit bezieht er die Ware unter dem Namen Älgost aus Skandinavien. Ich habe mir für 10 Euro ein paar Gramm gegönnt. Die Degustation des Trüffels unter den Käsen steht in Ermangelung einer standesgemässen Anlasses – zB Pensionierung oder Hochzeit – noch aus… Bericht folgt. (Bild oben Elch- und Rentierfarm Golz)

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