Hat dieser Mann die nötige Selbstkontrolle?

Helle Aufregung herrschte heute auf den Twitterkonten von Gentech-kritischen Organisationen. Ursache dafür ist ein gestern im Magazin Fast Company publik gewordener Entscheid der US-Landwirtschafts-Kontrollbehörde Aphis. Diese hat in einer Notiz im nationalen Amtsblatt von Anfang April ein zweijähriges Pilotprojekt angekündigt. Es sieht vor, dass Hersteller von transgenem Saatgut aus Effizienz- und Kostengründen die Umweltauswirkungen des Anbaus selber kontrollieren und analysieren dürfen. Wichtigster Player auf diesem Markt ist Monsanto (im Bild CEO Hugh Grant), der viel Geld verdient mit Roundup-ready-Saatgut (EBIT 1,6 Milliarden USD im Jahr 2010), bisher vor allem im Soja- und im Maisanbau. Dieses Saatgut ist resistent gegen das Totalherbizid Roundup, das ebenfalls von Monsanto hergestellt wird. Die Aufregung der Gentech-Gegner ist in diesem Fall vollkommen verständlich. Man darf mit Fug und Recht annehmen, dass die Selbstkontrolle eine Überforderung darstellt für ein Unternehmen, das sich bisher für die unbestrittenen negativen Auswirkungen der Roundup(-ready)-Anwendung in Monokultur (u.a. Förderung resistenter Unkräuter, Schädigungen der Fauna) kaum interessierte. (Bild Jean-Christophe Bott/Keystone) 

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