Jurassic Parc(3): Meet the buffalos

Ich habe schon viel von Wasserbüffeln gelesen aber live ist mir noch nie einer unter die Augen geraten. Im Schangnau – der Hochburg der helvetischen Büffelzucht – hatte ich einst eine Begegnung der überraschenden Art mit dem ausgestopften Schädel des ersten je importierten weiblichen Exemplars im Entrée des Hotels Löwen. Aber lebendig habe ich sie erstmals dieser Tage im Val de Travers gesehen. Natürlich war dies einen Halt wert. Kaum war ich aus dem Auto ausgestiegen, trotteten sie auf mich zu. Man bestaunte sich gegenseitig mit Neugier. Im Schangnau sind sie eine Touristenattraktion, nicht zuletzt dank ihrer Zutraulichkeit, kombiniert mit den imposanten Hörnern. Zurück im Büro begegnete mir dann auf dem Leib-Onlineportal der Blogpost eines Kollegen über „Staatlich subventionierte Kuhhörner“. Er mokiert sich darin nicht nur über die nun auch vom Ständerat beschlossene Wiedereinführung der Viehexport-Subventionierung, sondern auch über das Ansinnen, behornte Kuhhaltung zu unterstützen. Dieses findet in bäuerlichen Kreisen von Linksgrün bis rechts (Bergheimat bis SVP) immer mehr Unterstützung. Bei den Viehexporten gehe ich mit dem NZZ-Blogger vollkommen einig: eine totale Bieridee, die den Goodwill der Bevölkerung gegenüber den Bauern unnötig strapaziert. Bei den Hörnern ist die Sachlage aber völlig anders. Die Haltung von behornten Kühen ist nicht nur aufwendiger (höherer Platzbedarf im Stall und auf der Weide), sie ist auch aus tierschützerischen und touristischen Gründen zu begrüssen, wie zum Beispiel die Büffel im Schangnau und im Val de Travers beweisen. Deshalb ist das Geld hier gut investiert. (Kleines Bild Löwen Schangnau)

2 Antworten to “Jurassic Parc(3): Meet the buffalos”

  1. FischerIon Says:

    Gelegenheit also, den „Mick Dundee-Trick“ auszuprobieren. Waren Sie erfolgreich?

  2. Peter Says:

    Vielleicht würden sich die Hornbeiträge durch Strafsteuern auf Werbekampagne finanzieren lassen. Fast auf jeder Werbung fuer ein Landwirtschaftliches Produkt ist eine Kuh mit Hornern abgebildet, obwohl das Produkt nur in den seltesten Faellen von einer Kuh mit Hoernern stammt. Diese Irrefuehrung des Konsumenten sollte mit einer Strafsteuer belegt werden.

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