Adve(r)ntedankfest(2/3/4): Ex-Chef wird Bauer

Als junger Agronom arbeitete ich einst ein paar Monate als Praktikant bei Eric Meili. Der streitbare Biokontrolleur und Stallbauberater war ein interessanter Lehrmeister. Auf Betriebsbesuch pflegte er sich kurz umzuschauen und dem Bauern dann innerhalb von Minuten zu erklären, wie er seinen Stall möglichst Tier- und Portemonnaie-freundlich umbauen könnte. Noch heute gehe ich bei jedem Betriebsbesuch reflexartig das System Meili durch: Wo könnten die Liegeplätze liegen, wo das Fressgitter stehen? Zuletzt ging mir das vergangene Woche beim Bauernpräsidenten Hansjörg Walter so, der immer noch mit einem Anbindestall arbeitet. Dass Meili eines Tages selber zum Viehzüchter werden würde, lag auf der Hand. Gestern hat der „Tages-Anzeiger“ darüber geschrieben. Der interessante Artikel ist leider (noch) nicht online verfügbar: Hier deshalb eine kurze Zusammenfassung. Meili produziert Bio-Weidebeef nach dem System, das er für die Migros entwickelt hat. Milchkühe werden mit Mastmunis belegt, was die Fleischqualität erhöht, und die Nachzucht verbringt den Sommer auf einer Bündneralp. Die Vermarktung betreibt er privat. Um optimale Fleischqualität zu gewährleisten, arbeitet Meili eng mit dem Hinwiler Schlachthaus zusammen. So verzichtet man dort unter anderem auf Schockkühlung für den Schlachtkörper, um so eine optimale Lagerung einzuleiten. Natürlich will ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser nicht nur den Speck bzw. das Rindfleisch durchs Maul ziehen: Sie können ein Mostbröckli aus dem Hause Meili gewinnen. Auf dem Gabentisch liegen 300 Gramm, deshalb reicht das grad für drei Adventstage. Natürlich muss man jetzt wieder eine Quizfrage richtig beantworten:  Wie hoch ist der Entrecôte-Anteil am gesamten Schlachtkörper des Rindes in Prozent? Ein kleiner Tipp: Es ist wenig, drum wenn Sie bei Meili oder anderen bestellen, nehmen Sie auch noch ein bisschen Kutteln oder Zunge. Antwort wie immer gerne in die Kommentarspalte. Viel Glück! (Bild meilibeef.ch)

8 Antworten to “Adve(r)ntedankfest(2/3/4): Ex-Chef wird Bauer”

  1. Lukas Pinsel Says:

    Es Moschtbrökli zum z’Morgä, vertriibt zwar Chummer und Sorgä , im Kt. Bern sind sie anscheinend aber immernoch am überlegen…(gähn).
    Falls bis morgen kein/e Berner/In die Antwort geliefert hat, dann räum ich schamlos ab – für den Kt. ZH!
    Moschtbröckli vom Meili, alles andere ist Beilage.

  2. Sophie Abplanalp Says:

    Numä nes Momäntli – mer chömä gäng grad. Si no am evaluirä.
    @Pinsel: Übermuet chunt dä gäng vor em Fau…!

  3. Jonas Ingold Says:

    Ich sage mal drei Prozent.

  4. Irene Bösch Says:

    je nachdem wie schwer der schlachtkörper ist, schätze ich das gesamte entrecote auf ca 1.5 bis 2 Prozent…

  5. Lukas Pinsel Says:

    17.585 % ganz genau. Wir hatten das mal bei Prof. Jäger an der HSG, im 3ten Semester. Das Entrecôte berechnet sich aus der mittleren Tangente zwischen der Risthöhe und dem ersten Schwanzwirbel. Und diese Zahl dann dividiert durch Lebendgewicht/100. Et voilà! Ich freu mich schon..

  6. adriankrebs Says:

    Liebe Wettbewerbsgemeinde, mich anlehnend an den Entrecoteanteil, den Meilibeef auf 2 Prozent beziffert haben wir eine Gewinnerin und zwar: Irene Bösch! Gratuliere herzlich! Das Mostbröckli sollte noch vor Weihnachten einfliegen.

  7. Lukas Pinsel Says:

    Eigenartig. Die Strukis, auf der Bank, hatten wir doch auch immer nach dieser Formel berechnet. Naja, Gratulation!

  8. adriankrebs Says:

    @Lukas Pinsel Das ist eben real life, schon strukturiert, aber à la naturelle, aber keine Bange, es gibt neue Chancen, schon bald.

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