Adve(r)ntedankfest(6/7/8): 1 Buch, 1 Käse, 1 Fest

„Vom über alles verehrten, Leben und Fruchtbarkeit spendenden heiligen Tier bei Indern, Germanen, Kelten und Indianern zum Klimakiller und suventionsgestützten Symbol einer überholten Politik – ein wahrhaft weiter Weg, den die Kuh gegangen ist“. Dies ist ein kleiner Ausschnitt aus dem reichhaltigen Text im neuen Buch „Kühe verstehen“ von Martin Ott. Der Autor ist ein ehemaliger grüner Kantonsrat und heute Mitbetreiber des Gutbetriebs der Stiftung Fintan in Rheinau, den der Zürcher Regierungsrat in einem sehr umstrittenen Entscheid Ott und seinen Kollegen vor 13 Jahren zur biologisch-dynamischen Bewirtschaftung überlassen hat. Leider bin ich noch gar nicht dazugekommen, das Buch mehr als anzulesen, aber ich werds mir zur Weihnacht wünschen und dazu ein paar Mussestunden für die Lektüre und die Bestaunung von Philipp Rohners Bildern. Rohner ist nicht nur der Neffe von Ott, sondern auch ein exzellenter Fotograf, für den die Kuh aber nicht ganz untückisches Neuland war, wie er mir kürzlich versicherte. Was ich Ihnen versprechen kann, liebe LeserInnen, ist ein ziemlich unorthodoxer Approach an die Kuh. Statt den ewigen Gesamtansichten, gehen Rohner und Ott ins Detail. Gewinnen kann das Buch wer als erstes mir sagt, welche keltische Göttin die Milch zum fliessen brachte, und wieviele Kühe sie hielt. Das war aber erst der erste Preis, und der zweite kommt sogleich: Wer kennt den Käser, der seinen Produzenten einen Rappen extra zahlt für Milch von behornten Kühen? Ja das gibts und dazu ein Tipp: Es ist in der Schweiz. Für die richtige Antwort – wie immer in die Kommentarspalte – gibts ein Stück Käse vom selbigem Käser. Viel Glück, wie immer. Und das dritte Törli heute hat auch mit Hörnern zu tun. Preisli gibts zwar keins mehr, aber dafür einen Tipp: Am kommenden Samstag, 10. Dezember, findet bei Fintan ein Hornfest statt. Das kann ich nur unterstützen. Dort kommt auch das besprochene Buch auf den Taufstein. Dazu gibts Musik und sicher fein zu essen. Und Kühe im hornfreundlichen Laufstall zu besichtigen. Und eine schöne Umgebung direkt am Rhein mit einer Klosterinsel. Gute Reise! Zum Abschluss noch einmal ein schöner Satz aus dem Buch: „Ich wage manchmal die Behauptung, dass in 100 Jahren in jedem Schulhaus eine Kuh stehen wird, die auf natürliche Weise den Kindern die Einhaltung eines rhythmischen Tagesablaufs und die Disziplin bei der Einhaltung von zeitlichen Vorgaben in einer natürlichen Weise vermittelt.“   

11 Antworten to “Adve(r)ntedankfest(6/7/8): 1 Buch, 1 Käse, 1 Fest”

  1. urs wiskemann Says:

    hallo adi, meines wikipedia-wissens ist die göttin mara. gruss urs

  2. adriankrebs Says:

    Tuet mer leid Ürsu, aber das ist nicht ganz deckungsgleich mit meinem Wikipedia-Wissen, ich muss Dich leider noch mal über die Note-Bücher schicken, Gruess Adi

  3. Ursina Galbusera Says:

    Dann schnappen wir uns doch erst mal den einheimischen zweiten Preis, den Käse aus Andeer, von Martin Bienerth und seiner Frau aus teurer Hornkuhmilch hergestellt… Merci! ursina

  4. Martina Rösch Says:

    Dann werfe ich mal folgenden Tipp ins Rennen: Es ist die Göttin Galata (eine milchspendende Göttin, die auch von den Kelten verehrt wurde). Über eine Anzahl Kühe habe ich leider nix gefunden…

  5. FischerIon Says:

    Also, wenn da schon geworfen wird, dann werf ich doch auch mal, auf gut Glück sozusagen: Damona heisst die Gute!
    Allerdings, meine Chancen stehen schlecht, ist es doch offensichtlich, dass der Autor das Buch eindeutig gerne für sich behalten würde.
    Die Sache ist mittels Wiki nicht zu lösen!!!

  6. adi (nicht krebs) Says:

    Damona stimmt, für die Anzahl Kühe müsste man wohl im besagten Buch blättern können, was wieder um nicht möglich ist, weil man das Buch nicht besitzt.
    Ich tippe auf eine ungerade Zahl, will heissen 1, 3 oder 5.
    Was miinsch Adi?

  7. adriankrebs Says:

    Zuerst, liebe Quizgemeinde, herzlichen Glückwunsch an Ursina, die im Windschatten der Keltengöttin den Andeererkäse abgeholt hat! Punkto Göttin muss ich Euch noch einmal in die Recherche bitten. Damona heisst zwar übersetzt grosse Kuh, aber sie ist nicht diejenige, die die Milch einschiessen lässt. Auch die richtige Kuhzahl (ein netter Versuch von einer Auswahlsendung, @Adi) ist noch nicht gekommen. Und @FischerIon, ich kann diese Vermutung bestätigen, aber für die richtige Antwort rücke ichs natürlich gern raus. Kleiner Tipp doch noch: Die Dame fängt mit B an…

  8. Sophie Abplanalp Says:

    Tüet no schnau warte gau, mer chöme dä gäng glii…

  9. Kim Says:

    I go for Brigid, and her one and only white-skinned red-eared cow (it was a magical one though).

  10. adriankrebs Says:

    And wow! We’ve got a winner for the cowwhisperers book! Congratulations to Ms Kim, who has reduced the correct nr of cows by one, but the extra point comes for the perfect description of the beast, says the Adve(r)ntedankfest-jury;)

  11. Eine verheerende Bilanz und ein paar Vorbehalte « Adi’s Agro-Blog Says:

    […] Metzgerei und hat, vor allem, eine Herde mit 60 behornten Kühen im Laufstall, über die Ott ein schönes Buch geschrieben hat, das hier auch schon zur Sprache kam. Aber zurück zum Zufall. Just am selben Tag flattert mir ein […]

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