Kuhbild, Kuhbuch, Kuhsendung

Meine Kuhbild-Bekannte Monika Schlatter hat mich wieder – herzlichen Dank! – mit Stoff versorgt. Die Jungschar hat sie auf einer Winterwanderung in Braunwald abgelichtet. Dazu passt bestens eine kurze Besprechung des Buchs „Die Kuh – Leben, Werk und Wirkung“ des deutschen Autors Florian Werner. Es lag lange dekorativ auf meinem Nachttisch und jetzt bin ich endlich dazu gekommen, es zu lesen. Sehr unterhaltsame Lektüre, gespickt mit interessanten Infos. So erinnert und Werner daran, dass die Kuh in der christlichen Mythologie vor dem Menschen geschaffen wurde. Und andere Völker, so die afrikanischen Fulbe, vermuten gar, die Welt sei aus einem Tropfen Milch geschaffen worden. Das ist aber nur der Anfang. Der Zähmung des Urrinds verdankt es der Mensch, dass er sesshaft werden konnte und der Kapitalist sollte nie vergessen, dass seine Gattungsbezeichnung ursprünglich darauf verwies, dass er zahlreiche Köpfe Vieh sein eigen nennen konnte. Der Autor führt uns auch durch weniger erquickliche aber nicht minder lesenswerte Kapitel wie dasjenige, wo die lange Geschichte der Sodomie im Alpenraum ausführlich zur Sprache kommt. Eingestreut findet man zur Dokumentation immer wieder Prosa und Poesie und eine ganze Reihe von Bildern, die in der mir vorliegenden Taschenbuchausgabe von Goldmann allerdings etwas schmürzelig daher kommen. Insgesamt aber sicher eine gute Investition, nicht nur für Kuhfreunde, sondern auch für (Hobby-)Historikerinnen und Ethnologen, die den Gang der Welt einmal durch Kuhaugen betrachten möchten. Diesen Kuhaugen und dem Grund, warum sie manchmal etwas dümmlich blickend wirken, widmet Florian Werner ein separates Kapitel. So, und nun, wenn wir schon bei den Kühen sind, noch ein TV-Hinweis. Morgen Samstag läuft um 15 Uhr 15 auf Arte die offenbar sehr sehenswerte Dokumentation „Du gehst nicht allein“ über die junge Autistin Temple Grandin, die das Verhalten von Rindern erforschen will. Dafür ist sie bestens geeignet, da sie sich dank ihres Autismus vollkommen hineinversetzen kann. Tönt interessant. Auf arte.tv kann man den Film leider mindestens bisher nicht auf Video nachschauen. Dazu aber ein Tipp für diejenigen, welche nicht aufnehmen können. Auf dem Portal Wilmaa kann man sich kostenlos registrieren, alle möglichen Sender schauen und sogar aufnehmen, so habe ich mir sagen lassen. Einen Versuch ists allemal wert. (Bild oben Monika Schlatter)

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