Forst ohne Wirtschaft

BuchenurwaldskulpturHeute wieder einmal etwas Forstwirtschaft, beziehungsweise Forst ohne Wirtschaft. In Rumäniens Banat war ich vor zwei Tagen zum ersten Mal im Leben in einem Urwald.

Ich habe mir das ganze etwas lianenhafter vorgestellt. Erwartet haben uns im Nationalpark Cheile Carasului auf 1400 Meter stattdessen rund ein halber Meter Schnee und ein reiner Buchenbestand von etwa 5000 Hektaren Fläche. Eine märchenhafte Atmosphäre, vollkommene Abgeschiedenheit und bis auf die erwachenden Vögel, die knarrenden Äste und den schweren Atem beim Stapfen durch den Schnee vollkommene Ruhe.

Die Abertausenden von Buchen gibt es hier in jedem Stadium, vom Jungwuchs bis zur mehrhundertjährigen Seniorin im Zerfall. Vor allem letztere waren interessant, weil man sie bei uns meist lange vorher aus dem Weg räumt.

Die abgestorbenen Stämme bieten Raum für neues Leben, zum Beispie allerhand interessante Pilzkulturen. Hier dazu eine Reportage von Karpatenwilli, einem profunden Rumänienkenner.

Damit hier die Landwirtschaft nicht zu kurz kommt: Die einzigen von Menschenhand gepflanzten Bäume findet man entlang von Alpweiden, um das Eindringen der Schafe zu verhindern. Waldweide ist in Rumänien auch im Normalwald ebenso verboten, wie in der Schweiz.
Buchenurwaldpilze

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