Der andere Ueli M. & der Pommes-Frites-Automat

FilmplakatGestern war mein alter Bekannter Ueli Maurer wieder einmal gross in den Schlagzeilen. Der ehemalige Bauersekretär, der heute im Bundesrat sitzt, hat den Verlegern im edlen Rahmen zu Interlaken (woher haben die eigentlich allem wirtschaftlichen Gejammer zum Trotz immer noch genug Geld und Zeit um so schick und so lange abzusteigen?) wieder einmal die Kappe gewaschen und ihnen kurz zusammengefasst empfohlen, die Zeitungen wegzuwerfen.

Der Zufall wollte es, dass ich am selben Tag einen anderen alten und fernen Bekannten traf, den Journalisten und Filmemacher Stephan Hille. Er arbeitet seit etwa vier Jahren an einem Film über Ueli Maurer, aber nicht den Bundesrat, sondern eben den anderen Ueli Maurer, Landwirt aus Wallisellen. Der bewirtschaftet nicht nur beträchtliche Flächen auf zwei Betrieben, sondern tüftelt auch seit rund 10 Jahren an einem Pommes-Frites-Automaten.

Hille ist durch einen kleine Nachricht in einem Regionalblatt auf Maurer, den „Chlütteri“ aufmerksam geworden (Also Ueli, der Bundesrat: Zeitung doch noch nicht wegwerfen!). Der Auslöser für die Meldung war die Montage eines Pommes-Frites-Automaten an einer Tankstelle in Kleinandelfingen. Seit der Lektüre der Notiz wusste Hille, dass er „etwas“ machen muss, über den Erfinder. Es begann mit zwei Reportagen im Wirtschaftsblatt Cash (selig) (PS: falsche Angabe, es waren Reportagen für Cash TV, auch selig) und endet vorläufig mit der Vorpremière für die Unterstützer des Films in der kommenden Woche.

Ich habe den Film noch nicht gesehen, aber der Trailer ist schon mal vielversprechend. Ein Mann mit einer Mission, der unter anderem in Dubai auf Werbetour geht und dabei wie schon immer, seit er mit dem Automat unterwegs ist, immer einen grossen Hammer und einen Schraubenschlüssel dabei hat. Warum er soviel Energie reinsteckt? Maurer ist, so erzählte mir die Partnerin des Filmemachers, laut eigenen Angaben ein Kartoffelproduzent mit Leidenschaft. Und es mache ihn fertig, dass viele Köche es fertigbrächten, die Kartoffel in den letzten zwei Minuten ihrer Existenz zu zerstören. Genau dieses Interesse an der Verarbeitung ihrer Produkte ist unter den Bauern (weniger unter den Bäuerinnen) noch viel zu wenig verbreitet. Dabei geht es auch um die Erhöhung der Wertschöpfung in der Vertikalen, um Margenanteile, deshalb kann ich Uelis Energieanfall für die frittierte Kartoffel nur unterstützen.

„Ich habe gerne Pommes-Frites“, so Maurer im Trailer. Da geht es mir genau gleich. Diesen Film werde ich mir nicht entgehen lassen, und die Portion Frites mit Mayo und Ketchup nachher ebenfalls nicht, hoffentlich aus Uelis Automat. Bin sehr gespannt, ob das wirklich funktioniert. Es würde mich freuen.

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Eine Antwort to “Der andere Ueli M. & der Pommes-Frites-Automat”

  1. Stephan Hille Says:

    Wer sich für den Film interessiert und den offiziellen Filmstart (voraussichtlich 2014) nicht verpassen will, kann sich hier: http://www.ueli-maurers-pommes-frites-automat-der-film.ch/
    auf dem Laufenden halten.

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