Grossvaters Heimetli und die Gesündigten

Chueli in der GrabmattHeute haben wir in alten Familienalben rumgeblättert. Dabei kam plötzlich dieses Bild hervor. Es ist an sich nichts Spektakuläres: ein Hund, ein Bub, zwei Männer, zwei Frauen und ein Simmentaler Rind vor einem Heimetli im Bernbiet. Vermutlich sind es das Grosi, die Eltern und zwei Söhne. Erstaunlich ist, dass der Fotograf nicht etwas näher ging, die gesündigete (bernisch für in Sonntagstuch herausgeputzte) Gruppe scheint nämlich samt dem sauber aufgestellten Rindvieh für das Foto zu posieren. Wahrscheinlich wollte man auch das Gebäude drauf haben, kein stattliches Bauernhaus, aber immerhin. Vielleicht der ganze Stolz einer Taglöhnerfamilie, die es dank harter Arbeit zu etwas gebracht hat. Ich werde noch etwas recherchieren.

Mein Grossvater hat das Heimetli in Burgistein BE später gekauft, er war das Leben lang Postbeamter und leistete sich dann zusammen mit meiner Grossmutter eines Tages dieses Hüsli; ohne Kühe zwar, aber mit viel Umschwung, Holz vor der Hütte für den kalten Winter und ein toller Ferienort. Für mich sind meine Grosseltern Vorbilder, im Alter haben sie sich doch noch den Traum von der (Klein-)Landwirtschaft verwirklicht. Ich bleibe dran. (Fotograf und Aufnahmedatum unbekannt.)

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2 Antworten to “Grossvaters Heimetli und die Gesündigten”

  1. Pippo Says:

    Die Frage die sich aufdrängt: Wann fängst du an, den Hof zu bewirtschaften?

  2. adriankrebs Says:

    Er ist leider schon lange nicht mehr im Familienbesitz, aber es gibt ja noch paar andere Heimetli zum Glück.

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