Der fette Kuchen zum fetten Spät-Januar

Keine Angst, das wird jetzt hier nicht der 3733. Kochblog.Aber ich bin Ihnen, geneigte Leserschaft, ja noch eine Antwort schuldig, genauer: eine Wettbewerbsantwort. Und der Gewinner ist: Thomas Rippel! Herzliche Gratulation. Aber der Reihe nach: Vielleicht erinnern Sie sich noch an den auf Februar ausgeweiteten „Fetten Januar“ und das Preisausschreiben für die „Fette Sau“ von Jürgen Schmücking? Das tolle Buch – hier rechtsliegend – winkte ja dem-/derjenigen, die/der mir das beste fette Rezept zustellen würde. Nun, ohne die Leistung von Thomas schmälern zu wollen, das Teilnehmerfeld war relativ klein, um genau zu sein umfasste es genau eine Person. Der fette Preis für den Sieger ist aber nicht minder verdient, sein Rezept sieht nämlich lecker aus, probiert habe ich es zwar noch nicht, aber schon beim mit den Augen probieren siehts verlocken aus.

Aber überlassen wir das Wort doch dem Gewinner: „Ich habe ein Rezept von einer 92-jährigen Frau aus dem Welschland welche uns regelmässig am Hof besucht bekommen nachdem ich ihr von meiner Liebe für Grieben erzählt habe – Griebenkuchen. Sie hat es auf einer Schreibmaschine getippt und mir mit einem netten handgeschriebenen Brief geschickt. Heute habe ich das Rezept ausprobiert und es wurde köstlich 🙂 Die Grieben habe ich übrigens auch selber gemacht.
Ich habe das Rezept nun noch mal ein wenig Nose-to-Tail-iger gemacht. Statt Ei und Milch habe ich Blut genommen (s. Bild unten):

-250g Mehl
-125g Grieben
-125ml Blut
-1/2 Teelöffel Salz
-1 Esslöffel Schmalz
-Hefe“

Danke, Thomas. Mir gefällt das Rezept natürlich auch weil Grieben vorkommen. Auf gut berndeutsch heissen die Gräubi, das ist ausgelassenes Schweinefett gewürfelt (s. das instruktive Bild von Thomas). Und Grossvater selig pflegte sie im Winter den Hühnern zu futtern. Das gab den Eierproduzentinnen den nötigen Schmutz, um die damals noch arktischen Temperaturen in der kalten Emmentaler Jahreszeit zu überstehen, wobei ein guter Anteil immer auch direkt im Magen des Grosssohns verschwand. Das war ein wachsiges Beifutter.

Toll übrigens auch die Wortschöpfung „Nose-to-tailiger“, das merk ich mir. Lasst uns den Fleischkonsum wieder „Nose-to-tailiger“ machen, das ist doch ein guter Vorsatz für einen Dienstagabend.

Zum Schluss noch zwei, drei Worte über den Gewinner, bzw. seinen Brot-, bzw. Grieben-Erwerb. Er ist laut der schmucken Website Landwirtschaftsgeselle auf dem Hof Maiezyt in Habkern im Berner Oberland. Sieht nach einem interessanten Gemeinschaftsprojekt aus. Daneben unterhält unser Gewinner eine eigene stattliche und lesenswerte Webpräsenz. Ich wünsche Glück in den Stall und weiterhin ein gutes Händchen in der Küche! Der fette Preis ist unterwegs, oder jedenfalls schon fast. (Bilder Thomas Rippel)

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