Manifique: Cows with a view

Oktober 12, 2015

Greekcow3Recently on the Mani-Peninsula in Greece: A few cows and heifers with a pretty amazing view, they didn’t seem to care much about it, though.

Unfortunately, I can’t tell you much about greek or peleponnesian agriculture, the focus was on chilling out (very recommendable place for this purpose!).

Just a few notes: Lots, really lots of olive trees. The Kalamata area that includes parts of Mani is Greece’s main olive oil production zone.

There were hardly any sheep or cows around, so I assume, that the milk production is not important on Mani, not surprisingly, it’s very dry here and rather hard to feed cows. Those here were pretty much on their own. The second time we saw them, they were on the way home, unaccompanied.

Except for some bigger olive oil operations, farming is predominantly small scale. But most of the olive farmers are to small for big presence on the markets. The austrian Company Bläuel hat taken this niche and collects oil from different producers which is then exported, eg. to Migros in Switzerland.

Greekcow2

Monikas Kuhsommer

Oktober 5, 2015

Monicow1a

Meine treue Kuhbildlieferantin Monika Schlatter hat mich auch diesen Sommer nicht hängenlassen. In regelmässigen Abständen schickte sie mir Bilder von allerlei Wanderungen mit Kuhbegegnungen aller Art. Hier ein Best-of mit Originalkommentaren und ganz herzlichem Dank!

„Lassen sie uns durch oder nicht, das scheint hier die Frage zu sein… Um der Hitze zu entfliehen wanderten wir kürzlich u.a. vom Chäserrugg zur Gamsalp hinunter, wo auch diese Aufnahme entstand. Und ja, es war diesmal kein Problem, die Kühe waren friedlich, die sind an die Touristen gewöhnt! (18. Juli)

Monicow2a„Endlich wieder mal ‚richtige‘ Kühe, mit und ohne Hörner, aber allesamt Knochengestelle… Ich ging gestern von Braunwald über die Bösbächi Alp (der junge Alpkäse ist hervorragend!) zum Oberblegi-See und hinunter nach Luchsingen!“ (29. Juli)

Monicow4

Monicow5

„Heute kann ich dich mit ‚Action‘ Bildern beliefern. Ich war gestern in den Flumserbergen unterwegs und habe sämtliche untenstehenden (bzw. obenstehenden, die Red.) Bilder unterhalb des Prodkamm aufgenommen! Um den Mutterkühen ausweichen zu können, war zum Glück genügend Platz vorhanden!! Zu welcher Rasse gehören die schwarzgrauen Kühe?? Die Alpenflora dort oben (Zigerfurgglen) ist zur Zeit ebenfalls wunderschön!“ (1. August)

„Am vergangenen Mittwoch wagte ich mich nochmals auf Wanderpfade – aber nun ist es mir definitiv zu heiss geworden….. Hier nochmals zwei Kuhbildli, aufgenommen unterhalb des Hohen Kastens – diese Herde hat anscheinend grad in eine höhere grasigere Gegend gewechselt!…“ (8. August)

Monicow8Amsoldingen

Monicow9Niederhorn mit Sigriswiler Rothorn.

Monicow11Vom Niederhorn mit Blüemlisalp.

„Unten (bzw. in dem Fall oben, die Red.) habe ich dir ein paar Bildli aus dem Berner Oberland. Wir waren Fr/Sa bei Freunden in Amsoldingen und sind am Freitag von Adelboden über Sillerenbühl und Hahnenmoos an die Lenk gewandert sowie gestern von Niederhorn nach Habkern (wunderbarer Alpkäse!!!). Vielleicht kannst Du die Föteli brauchen?“ (23. August) Aber de scho sicher!

Monicow14Monicow16Monicow17„Gestern waren wir auf dem Walenpfad wandern. Erfreulich, wie touristenfreundlich die Älpler dort oben sind, siehe untenstehende (bzw obenstehende, Red.) Bilder!“ (27. August)

„Ich hoffe, es stört dich nicht, wenn ich dir in letzter Zeit ein wenig oft Kuh-Fotos schicke… hier noch ein paar Dexter-Kühe von meinem Veloausflug heute morgen auf dem Schlieremer Berg (morgens um 7h ist die Welt noch in Ordnung!…)“ (30. August)

Monicow20Monicow23 Monicow19Überhapt nicht, liebe Wanderfotografin, Du darfst mir gerne noch mehr schicken! Wer übrigens die von Monika gestellte Frage als ersteR richtig beantwortet, kann im Vorbeigehen einen Preis abstauben, viel Glück! (Alle Bilder Monika Schlatter)

Mit Pünktlisammeln allein bist du noch nicht WOW

September 19, 2015

MlekoEinkaufstourismus ist tatsächlich kein Kinkerlitzchen, 9 Milliarden Franken geben Schweizer Konsumenten ennet der Grenze alljährlich für allerhand Einkäufe vom Handtäschli übers Haarshampoo via Chateaubriand bis zum Brie aus, und warum nicht noch schnell ins Reisebüro? Höchste Zeit also für Gegensteuer aus der hiesigen Branche. Die landwirtschaftlichen Verbände sind hier an vorderster Ladenfront beteiligt.

Schon seit einigen Monaten lassen uns die Schweizer Milchproduzenten (SMP) auf den Produkten klebende Punkte sammeln, um heimisches Milchschaffen zu fördern. Bei genügendem Sammelstand können diese gegen Prämien eingetauscht werden, eine Art Direktzahlung in die andere Richtung, sofern einem das SMP-Täschli dann gefällt.

Nicht weniger als „WOW!“ ist man sodann bei der von Agro Marketing Suisse (AMS), dem Absatzförderungsverein der Schweizer Landwirtschaft massgeblich mitgeprägten Kampagne; natürlich nur, wenn man innerhalb der Grenzen einkauft, „well Sorg hebsch zur Schwiiz„, das ganze garniert mit einem aufwändigen Spot, mit einem der’s vormacht, wie musterhaftes Einkaufen geht, alles mit dem Velo auf kleinem Raum.

Beides sind sicher lohnenswerte Versuche. Der SMP gebärdet sich zwar etwas altväterisch, Pünktli sammeln mussten wir schon vor 40 Jahren für Mondo-Bücher, Konsummärggeli waren ebenso Alltag wie heute die Wertzeichen fürs Sammelheftli des Volg-Publikums. Aber warum nicht? Never change a winning Team, bzw. Marketingmethode.

„WOW“, seinerseits kommt gefällig und peppig daher, für mich jetzt fast ein wenig „übermarchet“, wie der Berner Bauer wohl sugte, aber vielleicht bin ich ja auch nicht im Kernzielpublikum, als einer, der immer brav heimisch kauft, jedenfalls fast.

Mal abgesehen von der Qualität der Kampagnen, die ich nicht wirklich fachmännisch beurteilen kann, scheint mir, dass sie am Kern des Problems vorbeischrammen, zumindest aus bäuerlicher Sicht. Das Problem ist ja für die meisten Produzenten, dass der Produktepreis und, um beim Beispiel zu bleiben, der Milchpreis nicht kostendeckend ist.

Dieser schlechte Preis hat aber nur sehr bedingt mit dem Einkaufstourismus und dem Einkauf ausländischer Milchprodukte in der heimischen Molkereiabteilung zu tun. Das Grundproblem ist, dass die Bauern als reine Rohstoffproduzenten viel zu wenig, nämlich unter 50 Prozent des Ladenpreises erhalten. Dieses Problem haben sie in ganz Europa, siehe die kürzliche Grossdemonstration in Brüssel, und darüber hinaus. Auch in Ländern wo Einkaufstourismus kein Thema ist, zB. England.

Ansetzen müssten die Verbände also anderswo: Wie schaffen es die Produzenten, sich einen grösseren Anteil an der Wertschöpfung zu holen? In diesem Artikel, der heute im LID-Mediendienst erschienen ist, wird schön beschrieben, wie schwierig es für die Produzenten ist, via Mengenausdehnung den Verdienst zu erhöhen bzw. in erster Linie mal die Fixkosten zu decken und die Investitionen abzuschreiben. Das belegt auch die stattliche Zahl von Grossbetrieben, die aus der Milchproduktion aussteigen, während kleinere Fische wie der Ueli-Hof im erwähnten Artikel Nischen suchen und bewirtschaften in denen sie bestens leben, weil sie selber verarbeiten, direkt vermarkten, an echte bäuerliche Genossenschaften liefern etc.

Schon klar, dass nicht jeder geeignet ist, ohne Hilfe selber zu verkäsen oder zu metzgen weil das Knowhow fehlt oder die Verkehrslage schlecht ist. Gerade deswegen bräuchte es hier den Support der Verbände. Man müsste die Bauern ertüchtigen, eine höhere Wertschöpfung zu generieren, statt Rabattsysteme für Konsumenten zu kreieren, die ohnehin schon zu wenig zahlen für die Lebensmittel. Das Problem ist wohl, dass man sich in diesem Fall mit der eigenen Klientel anlegen müsste. Zu den mächtigsten Mitgliedern der SMP gehören etwa die Zentralschweizer Milchproduzenten (ZMP), die ihrerseits Mehrheitsaktionärin von Emmi sind, die wiederum wenig Interesse daran haben dürfte, dass sich die Bauern verstärkt um das Schicksal ihres Produktes kümmern und ihr Marge abgraben.

Kritisch betrachten muss man vor diesem Hintergrund auch das Mantra von der produzierenden Landwirtschaft, das die Verbände, an vorderster Front der Dachverband ohne Unterlass beschwören. Natürlich müssen die Bauern produzieren, aber das reicht eben nicht, vielmehr müsste man das Mantra erweitern und wenn schon eine Initiative für produzierende UND verarbeitende UND direktverkaufende Landwirtschaft lancieren.

 

Ein Suppenhuhn als Sonntagsbraten…

September 12, 2015

Suppenhuhn…wär doch (wieder) mal was, oder? Dieses Modell stammt von den Fiechter-Sisters, die jeden Freitag auf dem Helvetiaplatz und jeden Samstag in Oerlikon, beides in Zürich zu Markte fahren mit ihren Fleischspezialitäten. Hier sieht man das Huhn in den Töpfen von Frau James vom Reverbmusicblog, die mehr kann als über Sound schreiben!

Das Suppenhuhn ist ja nicht nur lukullisch sondern auch politisch korrekt. Pro Jahr sollte jedeR Eieresserin eins verzehren, es lohnte sich bisher noch jedesmal.

Dieser Post ist übrigens so etwas wie die Fortsetzung der 2012 hier lancierten Aktion „Suppenhuhn in Action“. Hier geht’s zum Post samt ein paar Backgrounds zum Hühnervogel.

Einen Guten Appetit allerseits! (Bild Helen James)

PS. Herzlichen Dank für diese Ergänzung samt Hühnerwurstbild zum Beitrag von Thomas Muff aus Härkingen!
„Wir sind hier im Einfamilienhausquartier und halten uns unsere 4 – 6  Hühner, auf Ostern brüten wir gerne unsere Küken selber aus. Auch schon haben wir einen Güggel nachgenommen, aber als der Nachwuchs da war durfte er dann die Herde wechseln, war dann doch nicht so quartiertauglich…auf jeden Fall sein Geräuschpegel nicht. Nun ja, die Altehennen hatten wir bis anhin gekocht…als ein Kollege mich zu einem Wurst- und Rauchkurs mitnahm, entstand die Idee, die Althennen zu verwursten (Bratwurst). Dass sie platzsparender gelagert werden können, paarweise aufgetaut werden und einige Personen weniger Hemmungen haben das Fleisch zu essen sind nur ein paar der Vorteile aus meiner Sicht.“
Suppenhuhnwurstbild klein

 

VollMundiges Versprechen, plötzlich zeitlos

September 1, 2015

Migros vorherKleines Aperçu aus dem Plakatwald: Mit viel Getöse hat Migros vor gefühlten drei Jahren die Greening-Kampagne Generation M lanciert. Sie besteht aus 61 Versprechen an die Jugend. Unter anderem hat man Jay, dem Bub auf der Strohballe dannzumal im Weltformat die Einführung der hohen Schweizer Tierwohl-Standards auf allen tierischen Importen bis 2020 versprochen.

Seit einigen Tagen ist Jay wieder stark präsent auf den Plakatwänden. Er ist etwas gealtert, markiert keck den Jungbauer samt Hund und Kuh. Das Sprüchli ist aber im Kern unverändert. Ausser zwei kleinen aber wichtigen Details: Die Jahreszahl fehlt und statt von „hohen Schweizer Tierwohl-Standards“ ist nurmehr von „Schweizer Tierschutz-Vorschriften“ die Rede.

Fazit: Offenbar ist man sich bei der Migros nicht mehr so sicher, ob das ambitiöse Ziel tatsächlich in den nächsten fünf Jahren zu erreichen ist, obschon man sich auf der Website unverändert optimistisch gibt. Dass sich die Verantwortlichen in der Migros-Zentrale am Zürcher Limmatplatz plakativ nicht mehr so weit zum Fenster raus lehnen mögen ist ein Indiz dafür, dass die Umstellung nicht so leicht zu bewerkstelligen ist, wie ursprünglich erwartet, was der Schweizer Landwirtschaft an sich kein schlechtes Zeugnis ausstellt.

Aber Obacht, für Euphorie besteht keinerlei Grund, sind doch die Schweizer Tierschutz-Vorschriften nicht berauschend, ich möchte daran erinnern, dass etwa im Rindermastbereich Auslauf-lose Vollspaltenbodenbuchten nach wie vor erlaubt sind, um nur ein Beispiel zu nennen. Deshalb braucht es für „hohe Tierwohl-Standards“ die Labels. Somit wird das Versprechen der Migros an Jay nicht nur punkto Zeitpunkt unverbindlicher, sondern auch inhaltlich verwässert.

Migros nachher

Kornelkirschen holen Ordner ab

August 24, 2015

Bestechungsgeschenk

Wenn so etwas vor der Türe steht ist einer wie ich natürlich schnell bestochen. Drum hat Elisabeth Oakeshott gewonnen (herzliche Gratulation!) und die Einmachbibel „eingemacht, selbstgemacht, feingemacht“ (sie letzten Post) eine neue Heimat.

Das Objekt der Begierde bzw. Bestechung sind stilecht eingemachte Kornelkirschen „aus dem Garten eines liebenswürdigen Kochs im Zürcher Weinland“, wie mir Elisabeth schreibt. „Besorgt um das Wohlergehen seiner Liebsten erntet und kocht der gute Pavel was er nur kann, um damit meine langen Abende am Computer zu versüssen, mir wieder Frische und Energie zu verleihen“. Das kann auch unsereinem nichts schaden, drum umso lieberen Dank für die nette Gabe Euch beiden, der Ordner wird Euch sicher noch Mehr(einmach)arbeit bescheren;-)

Den zweiten Preis holt fast exaequo Monika Schlatter, die nicht nur umsichtig Kühe, sondern auch spektakulär Gonfi fotografieren kann, wie ihr Helgen weiter unten zeigt. Der könnte, grösser aufgezogen glatt als Kunst Karriere machen, kein Wunder, ist doch auch gut einmachen nicht weniger als eine Kunst. Danke auch Dir herzlich, Monika! Da ich leider nur einen Ordner habe, kriegst Du bald einen noch nicht definierten Preis, hoffentlich nützlicher als eine Silbermedaille…

Süsses Beziehungsdelikt

August 15, 2015


Ich gebe zu: Das ist ein Beziehungsdelikt, nein, natürlich nichts anzügliches, nur Journalistenjargon für eine Geschichte eingehüllt in etwas Filz.

Die geht so: Meine Kollegin Esther Thalmann arbeitet bei Agridea und ist Co-Autorin von „selbstgemacht, eingemacht, feingemacht„. Das ist nicht eines dieser trendy Lifestyle Countrcooking Coffeetablebooks, sondern ein handfestes Standardwerk für die Nahrungsmittelkonservierung mit tiefer Verwurzelung in der bäuerlichen Vorratshaltung. Der ziemlich voluminöse Ordner, den man praktischerweise auch modular in Einzelteilen bestellen kann, ist soeben in 4. Auflage erschienen und Esther hat mich gefragt, ob ich nicht  ein bisschen Reklame machen könnte dafür.

Aber sicher doch: so umfassend und ohne Firlefanz wird man wohl nur wenigenorts ins Eingemachte und anderweitig Konsevierte eingeführt. Das ist nice to have in einer Zeit, wo jeder Student seine eigene Gonfi aus Wildbeeren vom Bahndamm bastelt.

Man kann das Ding natürlich an dieser Stelle auch gewinnen, da mir Esther lieberweise ein Exemplar hat zukommen lassen. Der Wettbewerb geht wie folgt: wer mir das schönste Bild vom Selbereingemachten auf adimali@gmx.ch schickt, is the winner. Natürlich darf man mir, filzig wie das ganze aufgezogen ist, auch ein Glas Gonfi oder eine selber gefüllte Wurst schicken. Damit verbunden grad noch eine kleine Privatadressenänderung: Neugasse 140, 8005 Zürich. Besten Dank zum Voraus an alle BestecherInnen!-) (Bild oben: Heisseingefüllte Köstlichkeiten vom Gartenkurs am Bäuerlichen Bildungszentrum Wallierhof, made by Markus Bühler-Rasom)

IMG_1326

Aktenzeichen Verpackungsproblem, ungelöst

Juli 27, 2015

EmmentalerEs ist schon fast ein Ritual, jedes Semester geht’s mit dem Emmentaler AOP weiter bergab. Just dieser Tage sind wieder einmal die Halbjahres-Exportzahlen publiziert worden. Diesmal waren es gut 10 Prozent.

Ich weiss, es ist verdammt schwierig, den von wegen Eurokurs noch teurer gewordenen Käse auf den gesättigten ausländischen Märkten abzusetzen. Trotzdem müsste man sich gerade beim guten alten Schlachtross des Käseexports dringend einmal grundlegend Gedanken machen, was die Verpackung angeht.

Neulich in Kanada hat der Emmentaler so ausgesehen. Hand aufs Herz, würden Sie angesichts dieses Vakuum-verunstalteten Knautschkäses zugreifen wollen? Und sieht man auf der Verpackung irgendwas von Rohmilch, gewerblicher Verarbeitung, Identitäts-erzeugendem Schmuck? Fehlanzeige. Kein Wunder muss er mittels Aktion verschleudert werden.

Soll niemand sagen, dass es keine Alternativen gibt, einen Gorgonzola oder einen Brie, beides deutlich vergänglichere Produkte, verkauft man schliesslich auch nicht im Vakuum. Wie wäre es denn mit einer Plastik-Modelbox mit stabilen Wänden und einer schmucken Etikette, zum Beispiel mit einer Landschaftsszene aus dem landschaftlich weiss Gott nicht so üblen Emmental? Phantasie ist gefragt, meine Damen und Herren von Switzerland Cheese Marketing. Das Bild ist übrigens kein Einzelfall, auf jeder Auslandreise muss man sich solche Bilder ansehen. Tut richtig weh.

Blümli von der Mordalm (sic!)

Juli 16, 2015

BlümliEs ist mir fast zu heiss zum Schreiben, drum kommt diese virtuelle Postkarte grad mehr als recht: „Bin grad zurück von der Mordalm im schönen Berchtesgadener Land. Blümli schaut immer aus dem Fenster,  sie ist eine Pinzgauer Katze, bringt weniger Milch aber schont den Flur. Doch bestimmt für dich nix neues…..“, schreibt mir Suse aus Frankfurt. Danke herzlich! Ein sehr hübsches Bild aus einem Stall, der auch als minimal Holzarchitektur für stadtflüchtige Designbewusste durchginge, wer weiss, vielleicht wär das eine Nische für die Winternutzung, eventuell etwas besser eingestreut.

 

„Alpgeschichten“: Ein Juchz auf die Bergblogger

Juli 6, 2015

Hühner1Sie müssen jetzt nicht grad dem Tierschutz anläuten, liebe Leserinnen und Leser. Hier handelt es sich nicht etwa um eine neue Form der urbanen Qualhühnerhaltung sondern lediglich um eine Transportkiste, immerhin mit Aussicht. Sie hilft, die gefiederten Freundinnen und Eierproduzentinnen des Menschen auf die Alp zu transportieren. Die Menschen sind in diesem Fall Efraim und Martina.

SimmentalerliDie beiden bewirtschaften diesen Sommer (er zum wiederholten, sie zum ersten Mal) die Alp Steistoos der Familie Wampfler zwischen Lenk und Lauenen im Berner Oberland. Warum ich Ihnen das alles erzähle? Efraim (an den sich vielleicht einige erinnern, weil er mal mit diesem genialen Bild einen Preis im Agroblog-Wettbewerb abgezügelt hat) hat mir kürzlich wie folgt geschrieben:

 Hühner4„Ich gehe seit einigen Jahren im Obersimmental zBärg, dieses Jahr machen wir neben dem Käsen auch noch beim Alpgeschichten-Blog mit. Seit ein paar Jahren organisiert die Dachmarke Schweizer Alpkäse diesen Blog. Es ist eine schöne Art, Werbung für Alpkäse zu machen und die acht deutschsprachigen und zwei welschen Alpen zeigen dieses Jahr verschiedene Seiten der Alpwirtschaft auf. Da gibts Politisches (bei Haueter Christian von der Alp Morgeten zum Beispiel) aber auch einfach viele schöne (Kuh-)Bilder und Berichte aus dem Alltag zwischen dem Waadtland und Glarnerland. Ich finde: Wenn sich da Älpler schon die Mühe machen, den Laptop auf den Berg schleppen und mit den steifen Fingern über ihren Alltag berichten, dann solls doch auch von möglichst vielen Leuten gelesen werden. Darum rühre ich jetzt in meinem privaten und weniger privaten Umfeld ein wenig die Werbetrommel dafür. Magst du den Blog vielleicht auch deinen agrophilen Blog-Lesern schmackhaft machen? Irgendwo ein Plätzli für einen Link in einem Nebensätzli? Und falls man den Platz in deinem Blog mit einem Stück Käse oder einer Führung durch Stall und Käserei kaufen kann, da würden wir uns sicher einig…“

Dem gibt’s eigentlich fast nichts mehr beizufügen. Ausser, dass ich Ihnen liebe LeserInnen die Blogs sehr empfehlen und Dir Efraim natürlich herzlich danken möchte. Du kommst meiner letzthin in dieser Spalte waltenden Schreibfaulheit mit Deinem tiptoppen Text sehr entgegen und willst mir erst noch Käse dafür geben. Das freut mich natürlich und ich werde mir diesen gerne abholen. Ich bin ja als Journalist komplett unbestechlich, aber mit Alpkäse, sorry, lieber Presserat…

Ach ja, und da waren ja noch die Hühner, hier zur Beruhigung der allfällig erhitzten Gemüter noch das Bild nach dem Ausladen aus der Transportbox, da kannst selbst Du nichts gackern, Hansuli Huber, oder? Zwei von ihnen haben übrigens via Blogwettbewerb noch neue Namen erhalten: Fridah und Kokkoh. Als Preis gibt’s je ein Spiegelei. Das ist doch eine schöne Alpgeschichte.

Hühner2

 


Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 90 Followern an