Posts Tagged ‘Kuh’

Ku(h)rz zu Gast im Gasterntal

Juli 9, 2013

Kühe im Gasterntal

Tolles Kuhbild, wieder einmal. Herzlichen Dank, Monika! Sie entführt uns diesmal ins Gasterntal. Musste zu meiner Schande kurz nachschauen, wo das liegt. Schlechtes Zeichen für einen Berner, ist nämlich bei Kandersteg. „Es ist unglaublich und auch bedrückend, welche Spuren die Überschwemmungen vom Oktober 2011 hinterlassen haben! Beim Aufräumen wurde ganz grosse und viel Arbeit geleistet (neue Brücken, Wege, Quellfassung etc.). Aber ich glaube auch an die positive Kraft der Natur, welche sich wieder erholen wird, auch wenn es lange dauert…“, schreibt mir Monika.

An diese Überschwemmungen mag ich mich gar nicht mehr erinnern, war wahrscheinlich in Zürich kein grosses Thema, obwohl das ganze auf der offiziellen Katastrophen-Seite des Bundes recht drastisch aussieht. Item, ich glaube mit meiner Gast-Kuhfotografin an die Kraft der Natur. Die zwei Kühe, die versuchen so auszusehen als wären sie nur eine, verkörpern diese schon mal ganz gut.

Im unteren Bild ein Rind im Wasser, saufend. An diesem schön erkennbar das im Bernbiet so genannte Jöchli, tendenziell ein aussterbendes landwirtschaftliches Hilfsmittel, mit dem der Besitzer das Wachstum der Hörner in die richtige Richtung lenkt, damit sie dereinst so stolz präsentieren wie im oberen Bild. (Bilder Monika Schlatter)
Rind im Gasterntal

Woche der Kuhbilder(5): Ernst Ludwigs Talent

Februar 19, 2012

Zum Abschluss der Kuhbildwoche eine kleine Überraschung, zumindest für mich wars eine. Auf einem Ausflügli nach Davos besuchten wir das Kirchner Museum. Eine Reise wert, würde ich sagen: Überblickbare Grösse, ein schönes Gebäude von Gigon/Guyer und tolle Kunst. Im Museumsshop zeigte sich, dass Ernst Ludwig Kirchner nicht nur ein begnadeter Maler, sondern auch ein beachtlicher Fotograf, ja sogar Kuhfotograf war. In seinen Davoser Exiljahren lichtete er aber nicht nur Vieh, sondern auch das Landvolk ab. Die Porträts aus den 1920er Jahren sind stark. Hier ein paar freihändig abfotografierte Beispiele aus dem Buch „Der Maler als Fotograf“:

Ein Landwirt…

…eine Jungbäuerin…
 …zwei Seniorinnen…
…und ein Alpöhi von altem Schrot und Korn. (Bilder Ernst Ludwig Kirchner, gescannt und abfotografiert aus dem Buch „Der Maler als Fotograf“)

Woche der Kuhbilder(3): Daniels Passfahrt

Februar 15, 2012

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Zurück in den Schnee. Wetterblogger Daniel Gerstgasser macht nicht nur krasse Gewitterbilder sondern hat auch ein gutes Kuhauge. Er schickte mir diese schöne Serie und schrieb dazu: „Heute sind mir auf dem Albispass wieder einmal ein paar glückliche Kühe vor die Linse gekommen. Ich glaube die haben Schnee und Winter so gerne wie ich…“ Das Gefühl habe ich ehrlich gesagt auch. Wir fangen diesmal im Detail an: Kuhkopf von rechts…

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…Kuhkopf von vorne…

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…Kuhkopf von links.

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So etwas wie das schwaze Schaf mit Hörnern. Interessant, einmal so genau zu sehen, was Kühe im Schnee für Spuren hinterlassen.

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Zum Schluss noch der Überblick, garniert mit etwas Hüslikrebs, wie üblich im Züribiet. Merci bestens, Daniel! (Bilder Daniel Gerstgasser/www.wetter-schweiz.blogspot.com)

Woche der Kuhbilder(1): Arnos Wurf

Februar 11, 2012

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Das Kuhbild der Woche wurde hier in letzter Zeit etwas vernachlässigt, deshalb gibt es jetzt eine Woche der Kuhbilder. Zum Auftakt ein saisongerechter Wurf von einem meiner Lieblingskuhfotografen, der bis über den grossen Teich Beachtung fand. Gratuliere, Arno! (Bild Arno Balzarini/Keystone)

Kuhbild, Kuhbuch, Kuhsendung

Januar 13, 2012

Meine Kuhbild-Bekannte Monika Schlatter hat mich wieder – herzlichen Dank! – mit Stoff versorgt. Die Jungschar hat sie auf einer Winterwanderung in Braunwald abgelichtet. Dazu passt bestens eine kurze Besprechung des Buchs „Die Kuh – Leben, Werk und Wirkung“ des deutschen Autors Florian Werner. Es lag lange dekorativ auf meinem Nachttisch und jetzt bin ich endlich dazu gekommen, es zu lesen. Sehr unterhaltsame Lektüre, gespickt mit interessanten Infos. So erinnert und Werner daran, dass die Kuh in der christlichen Mythologie vor dem Menschen geschaffen wurde. Und andere Völker, so die afrikanischen Fulbe, vermuten gar, die Welt sei aus einem Tropfen Milch geschaffen worden. Das ist aber nur der Anfang. Der Zähmung des Urrinds verdankt es der Mensch, dass er sesshaft werden konnte und der Kapitalist sollte nie vergessen, dass seine Gattungsbezeichnung ursprünglich darauf verwies, dass er zahlreiche Köpfe Vieh sein eigen nennen konnte. Der Autor führt uns auch durch weniger erquickliche aber nicht minder lesenswerte Kapitel wie dasjenige, wo die lange Geschichte der Sodomie im Alpenraum ausführlich zur Sprache kommt. Eingestreut findet man zur Dokumentation immer wieder Prosa und Poesie und eine ganze Reihe von Bildern, die in der mir vorliegenden Taschenbuchausgabe von Goldmann allerdings etwas schmürzelig daher kommen. Insgesamt aber sicher eine gute Investition, nicht nur für Kuhfreunde, sondern auch für (Hobby-)Historikerinnen und Ethnologen, die den Gang der Welt einmal durch Kuhaugen betrachten möchten. Diesen Kuhaugen und dem Grund, warum sie manchmal etwas dümmlich blickend wirken, widmet Florian Werner ein separates Kapitel. So, und nun, wenn wir schon bei den Kühen sind, noch ein TV-Hinweis. Morgen Samstag läuft um 15 Uhr 15 auf Arte die offenbar sehr sehenswerte Dokumentation „Du gehst nicht allein“ über die junge Autistin Temple Grandin, die das Verhalten von Rindern erforschen will. Dafür ist sie bestens geeignet, da sie sich dank ihres Autismus vollkommen hineinversetzen kann. Tönt interessant. Auf arte.tv kann man den Film leider mindestens bisher nicht auf Video nachschauen. Dazu aber ein Tipp für diejenigen, welche nicht aufnehmen können. Auf dem Portal Wilmaa kann man sich kostenlos registrieren, alle möglichen Sender schauen und sogar aufnehmen, so habe ich mir sagen lassen. Einen Versuch ists allemal wert. (Bild oben Monika Schlatter)

Kuhgeschichten(1): Schlecht korrigierter Bock

September 4, 2009

McDo vorherRegelmässige Besucher beim Agroblog und viele andere werden sich noch an die peinliche Kuh-Panne bei Mc Donald’s erinnern. Die Fast-Food-Firma hat mit einer österreOhrmarke altichischen Kuh für 100 Prozent Rindfleisch aus der Schweiz geworben. Dummerweise hat die Ohrmarke den Migrationshintergrund der Kuh einwandfrei enthüllt. Diese Geschichte hat einigen Staub aufgewirbelt, sie schaffte es unter anderem bis auf die Titelseite der deutschen Financial Times. Nun, von den Zürcher Strassen ist die Kuh unterdessen längst verschwunden. Nicht so in St. Gallen, wo es mich vor Wochenfrist zufälligerweise hinverschlagen hat.

McDo nachherVon einer schäbigen Bretterwand glotzte mich plötzlich das missglückte Werbesujet an. Auf den ersten Blick sieht das Plakat genau gleich aus. Aber siehe da, bei genauerem Ohrmarke neuHinsehen ist da etwas passiert. Die Ohrmarke ist – oh wunder – eine Schweizerische geworden. Die Kuh aber ist bis aufs letzte Detail exakt die gleiche. Das ist noch fast peinlicher als die erste Panne. Nun wird dem Konsumenten, zumindest in der Ostschweiz, eine österreichische Kuh mit Hilfe einer im Photoshop manipulierten Ohrmarke als Schweizer Tier verkauft. Hoffentlich sind die Herkunfts-Deklarationen in der Fritten-Bude glaubwürdiger als dieser Etikettenschwindel.