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Muttergebundene Kälber mit etwas Reklame

November 26, 2013

DSC_0260kleinNachdem einem in diesem Kanal ja ungefragt Werbung unterjubelt wird, wird mir niemand zürnen, wenn ich heute ein bisschen Eigenwerbung mache. Es geht um einen neuen Twitteraccount namens Kuhbilder bzw. @DailyCow. Wie der Name schon sagt, kommt hier ein tägliches Kuhbild, kann man natürlich auch betrachten, ohne TwittererIn zu sein. Ich würde mich freuen, über die eine Followerin oder den anderen Follower. Bei Bedarf helfe ich gern beim Twitterstart, Mail reicht.

Zur Reklame hier ein Bild, das demnächst auch auf Twitter online gehen wird: Es stammt vom Schlatthof in Wolfwil. War ein schöner Betriebsbesuch bei Erwin Ackermann, der übrigens auch ausgezeichnete Milchprodukte macht. Habe noch selten einen so entspannten Betriebsleiter gesehen. Wieviele Kühe er habe? Das wisse er nicht genau, da müsse er in der Tierverkehrsdatenbank (sie heisst neuerdings Agate) nachschauen, aber es seien so knapp hundert. Bei der Stallbesichtigung, eine einfache helle Halle mit entspannter Stimmung (ausser dem Limousin-Muni, der nicht so Freude hatte über meinen Besuch und auf eine Art knurrte, wie ich es noch nie gehört habe), fiel mir bei näherem Hinschauen auf, dass hier und dort Kälber rumstanden und -lagen, mit einer Selbstverständlichkeit, die mir irgendwie ans Herz ging.

So etwas sieht man leider viel zu selten, aber bei der Muttergebundenen Kälberaufzucht, wie der technische Begriff heisst, gibt es zum Glück Fortschritte. Es gibt neben dem Schlatthof einige Betriebe, die hier Vorarbeit leisten, zum Beispiel derjenige von Karl Schenk in Madiswil, das Gut Fintan in Rheinau oder der Hof Gasswies im grenznahen Deutschland. Vom FiBL gibt es dazu ein Merkblatt, das man bei mir (mit Jubiläumsrabatt) bestellen kann. Was es braucht, ist eine gewisse Gelassenheit des Betriebsleiters oder der Betriebsleiterin, denn beim Milchwägen gibt es Einbussen, wenn das Kalb schon die Hälfte gesoffen hat. Mit dem muss man leben können, aber ich denke, es ist diesen Schönheitsfehler wert. Die Harmonie, die sich zeigt, wenn die Mutter oder Ammen mit ihren Jungtieren zusammenleben können, wiegt ihn bei weitem auf. Zudem muss man keine Kessel schleppen und das Kolostrum wandert mit garantierter Sicherheit und in der richtigen Temperatur in den Kälbermagen.