Posts Tagged ‘Urban Agriculture’

The lawn has to go for our little yardfarm

April 14, 2012

This would probably be a major sacrilege, if we were living in England: Last tuesday, a tiny bulldozer entered our building-coops yard and started removing the lawn, well, just some of it. And for a good purpose. Some young families on the hood have initiated a cityfarming project, and the administration liked it. In an untipically fast decision process – for swiss habits – the whole thing was started. After the lawn had been carried out on a lorry, the workers brought in some humus. Meanwhile compost containers were built up and after the earthmoving process had been finished, the young urban gardeners started making patches and filled the pathes with wood chips. I was following the whole process from my kitchen window and thinking, wow, what a great idea and was not really sure whether I should ask if they need a hand from a seasoned agronomist and allotment gardener (a failed one, though), but didn’t dare to. Well, at that moment, one of the crew came up to my window, knocked on it and asked if I wanted to take part and work one of the patches. Hey sure, I said, make my week. And here I am with a ca 7 square meter vegetable garden. Now there remains some work to be done. Will keep you posted on the progress…

Vorgarten-Landwirtschaft(1): Kompost-Kommerz

Januar 18, 2012

Was Sie hier sehen, liebe Leserinnen und Leser ist nicht etwa eine Waschmaschine aus den fünfziger Jahren, sondern ein Komposter. Er wird propagiert auf dem Domaphile-Blog, dessen in New York logierender Autor und Inhaber sich schwergewichtig mit Hinterhof-Landwirftschaft und der Verwertung der daraus stammenden Produkte spezialisiert hat. Das ist im Moment ein Megatrend, wie der Marketingexperte sagen würde. Wer nur einen Balkon hat, produziert Tomaten in Kisten und sammelt die Speisereste im Tischkompost. Wer wenigstens ein Vorgärtli hat, legt dort ein Beet an und hält womöglich ein Huhn. Natürlich ruft dieser Trend nach Kommerzialisierung und natürlich haben die USA hier die Nase vorn. Mit einem einfachen Kompostgitter arbeiten heute ennet dem grossen Teich die wenigsten Kleinstgärtner, ein Hobby darf kosten und das nicht zu knapp. Der Jora JK270 Composter oben schlägt beim Spezialisten „Eartheasy“ mit nicht weniger als  365 US-Dollar zu Buche. Die „Wormfactory“ im Bild hier links, welche man lustigerweise bei Amazon bestellen kann, gibts schon für gut 100 Dollar. Auch in der Schweiz versuchen die Hersteller, Kapital zu schlagen aus den Kleingärtnern. Die Schnellkomposter kosten zwischen 70 und etwa 130 Franken. Ich erinnere bei dieser Gelegenheit gerne an meinen Eigenbau, hergestellt aus einem einfachen Gartenkübel mit Deckel: Umkehren, auf den Boden stellen und mit Metallhaken etwas befestigen, Loch mit rund 40 cm Durchmesser aus dem Boden (der jetzt oben liegt) schneiden und einfüllen. Nach einigen Monaten kann man unten den fertigen Kompost rausnehmen, dafür braucht es allerdings einen Deckel, für den ich ein Scharnier montieren musste. Kostenpunkt insgesamt vielleicht 30 Franken und etwa eine Stunde Arbeit. Das Kompostieren ist für mich mittlerweile zum Ritual geworden und die Ernte gehört zu den Höhepunkten im Kleinstgärtnerleben. Aber der Freude muss man viel rechnen. Nicht nur das Basteln des Komposters, auch das zerschnipseln des Grünzeugs gibt einiges zu tun.